Ausflug nach Franzensbad (Františkovy Lázně)

Gestern führte unser „Muttertagsausflug“ bei herrlichem Wetter in die Tschechische Republik. Über Tirschenreuth, Mitterteich, Waldsassen und Eger (Cheb) fuhren wir nach Franzensbad, genauer gesagt in das benachbarte Naturreservat SOOS. Das Wort Soos bedeutet im Egerländer (deutschen) Dialekt Moor oder Sumpf.

Anreise: Gesamtstrecke: 60 km, Fahrzeit ca.  1 Std.

Der Ausgangspunkt (Parkplatz) zum SOOS-Lehrpfad war trotz Navi gar nicht so leicht zu finden. Die Tschechen beschildern äußerst sparsam und deutsch schon gar nicht. Deshalb hier Adresse und GPS-Koordinaten aus zwei verschiedenen Quellen:

  • Obec Nový Drahov, 351 34 Skalná — GPS: 50.146600, 12.405700
  • 50° 08′ 48″ N, 12° 24′ 21″ O, Kateřina, 351 34 Katerina, Skalna, Cheb

Soos ist ein bedeutendes Nationales Naturreservat im Egerbecken in Tschechien. Unter Schutz steht ein Moor, welches durch seine natürlichen Mofetten und Mineralquellen international bekannt geworden ist.

Eine Mofette ist der Austrittspunkt von Kohlenstoffdioxid (CO2) mit Temperaturen unter 100 °C. Sie wird als Begleiterscheinung von Vulkanismus angesehen. Außer Kohlenstoffdioxid können Mofetten auch Methan und Schwefelwasserstoff enthalten, in Spuren auch Helium und andere Edelgase. Sie können das umgebende Gestein an Störungen chemisch verändern. Schwefelwasserstoffanteile führen zu einem Geruch nach faulen Eiern. Den konnten wir in der Nähe von Mofetten immer wieder wahrnehmen.

Hier ein paar Eindrücke von der Moorlandschaft, durch die ein 1,5 km langer Rundweg mit einem interessanten Lehrpfad (Eintritt: 4 € pro Person) führt. Die Tafeln des Lehrpfades habe ich zur Erklärung abfotografiert.

 

Humoliten

 

Kaiserquelle

 

Zoologie

 

Kieselgur

 

Mofetten

Da das Foto einer Mofette keine Vorstellung von dem Brodeln aus der Tiefe vermitteln kann, hier ein kurzes Video:

 

Torfgrund

 

Mineralquellen

 

Museum und  Museumsbahn

Beim Parkplatz (Beginn und Ende des Rundganges) lädt das SOOS-Museum zu einem Besuch ein. Als wir die Rundwanderung gegen 17.00 Uhr beendet hatten, war es schon geschlossen. Es soll auch eine Museumsbahn durch die Moorlandschaft fahren, die wir aber nicht zu Gesicht bekamen. Nur das schmale Gleis neben dem der Regionalbahn am Umsteigepunkt weist darauf hin.

 

Franzensbad

Nach rund 1,5 km wieder am Ausgangspunkt (Parkplatz) angekommen, orientierten wir uns Richtung Franzensbad und parkten dort am großen Kurpark, um zu Fuß nach einem guten Restaurant zu suchen, denn wir hatten bislang nur gefrühstückt. Im Restaurant Eduard speisten wir schließlich gegen 18.00 Uhr zu Abend. Ute hatte Lust auf einen Burger mit Pommes, und ich bevorzugte einen Sonntagsbraten: Ente mit Blaukraut und böhmischen Knödeln.

Das Preisniveau ist in Tschechien etwas niedriger als bei uns. So betrug unsere Zeche auch im etwas teureren Franzensbad insgesamt gerade mal 15 EUR mit Getränken. Dabei waren die Portionen sehr reichlich (wir schafften die Beilagen gar nicht) und die Speisen schmackhaft.

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WoMo-HINWEIS: Der Ausflug lässt sich auch gut mit dem Wohnmobil durchführen. Einen ausgewiesenen Stellplatz gibt es zwar nicht, aber reichlich Parkmöglichkeiten. Für die Übernachtung bietet sich 10 km entfernt auf deutscher Seite ein Stellplatz für 15 Mobile in Hohenberg an der Eger an.

> Wohnmobilstellplatz Hohenberg

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