Cooler Langläufer von Electrolux (Herbstreise Tag 10)

Nach dem Unfall und der Unfallreparatur in Polch prüfe ich nach und nach die Wohnmobiltechnik auf Funktion. Das geht am besten in der Praxis auf Reisen. Positiv fällt mir schon seit geraumer Zeit der fast zwanzig Jahre alte, werksseitig installierte Electrolux-Kühlschrank (90 l Inhalt, Gefrierfach) auf. Er funktioniert hervorragend wie am ersten Tag, obwohl er noch nie irgendeine Wartung erfahren hat. Nur der Kühlraum wird natürlich vor und nach einer längeren Reise gereinigt.

Eigentlich kühlt er schon fast zu gut. Heute habe ich die Temperatur gemessen. Bei 23,5C Außemtemperatur kühlt er im Gasbetrieb  auf Stufe 3 (von 7 Stufen) auf unter 3°C. Allerdings gilt das, wenn er nicht allzu oft geöffnet und nicht ständig neue ungekühltje Ware eingelagert wird. Bei normaler Nutzung passen die Stufen 3 bis 5, um je nach Rahmenbedingungen ca. 5°C zu erreichen. Bei höchster Stufe hatten wir schon Gefrierschäden bei Obst im Gemüsefach. Da die thermostatische Temperaturregelung das offensichtlich nicht verhindert, habe ich einen Temperatursensor nstalliert, der per Funk die Daten ans Display sendet und bei zu hoher oder zu niedriger Temperatur akustisch warnt.

Mich erstaunt vor allem, dass der Absorber so lang so gut und störungsfrei funktioniert. Bei meinen beiden früheren WoMos war das leider nicht so. Woran kann es liegen? Zumindest die gute Kühlleistung bei jeglichen Temperaturen führe ich auf die installierten Ventilatoren am oberen Lüftungsgitter zurück, die die heiße Luft abtransportieren. Die Funktionalität ist übrigens auch bei 230V-Betrieb und sogar bei 12V gleichermaßen gut. Deshalb lasse ich das Gerät auf der Fahrt stets auf 12V laufen, um Gas zu sparen. Da es aber vor 20 Jahren noch keine automatische Energiewahl (AES) gab, darf ich beim Motorabstellen nicht das Umschalten auf Gas vergessen.

Die zusätzlichen Ventilatoren sind also unbedingt zu empfehlen. Es gibt sie im Zubehörhandel auch als fertiges Set mit Thermostat. Ich hatte meine Nachrüstung damals noch selbst gebastelt. Und sie funktioniert bis heute einwandfrei. Ob das Gebläse auch Einfluss auf den Wartungsbedarf hat, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls bin ich ausgesprochen zufrieden mit dem alten Electrolux, der zudem mit dem Gas sehr sparsam umgeht.

Wenn ich im Winter bei geringem Solarstromertrag die elektrische Kompressor-Kühlbox zweckmäßigerweise abschalte, ist es gut, die Kühlung auch mit Gas bewerkstelligen zu können. Wie beim Heizen mit Alde (Gas, Strom oder Motorwärme) und Webasto (Diesel), fahre ich auch beim Kühlen/Frischhalten gerne zweigleisig, falls mal ein System ausfällt.

3 Gedanken zu “Cooler Langläufer von Electrolux (Herbstreise Tag 10)

  1. Richtig!
    Der Lüfter machts!
    Bei meinem „alten“ hatte ich lange Kühlprobleme – bis der Werkstattmensch feststellte, dass der Lüfter zwar mitbestellt und eingebaut aber nicht angeschlossen war! Ab da gings perfekt!.
    Jetzt hab ich ja den Kompressor-Kühli und bin damit höchst zufrieden.
    Auch bei unserer jüngsten 4-Tagestour mit 35° tagsüber (Innen bei Tagesrückkehr 49°) hielt er konstant 5°.

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