Heimfahrt auf Umwegen

Vom Wohnmobilstellplatz in Schwandorf fuhren wir gestern nicht auf schnellstem Wege nach Hause, sondern machten noch einen Schlenker durchs Oberpfälzer Seenland zum Steinberger See, zum Landgasthof Holzwurm und zum Perlsee bei Waldmünchen, bevor wir über die Ostmarkstraße (B22) der Heimat zustrebten, zumal sogar immer wieder mal die Sonne durch die Wolken spitzte.

Der Steinberger See gehört zum Oberpfälzer Seenland und ist mit einer Fläche von 1,84 km² der größte See der Oberpfalz. Benannt wurde er nach der Gemeinde Steinberg am See, in deren Gemarkung Oder er liegt. Nachdem gegen Mitte der 1980er Jahre die Bayerische Braunkohlenindustrie (BBI) den Abbau einstellte, wurde die Tagebaugrube „Steinberger See“ durch das Zurückfahren der Wasserhaltung geflutet. Noch vorhandenes Abbaugerät wurde gesprengt und liegt heute noch auf dem Grund des Sees. Ebenfalls zurückgeblieben sind zwei kleine bewaldete Inseln, welche den See heute in einen Nord- und einen Südteil trennen.“ (Mehr dazu von Wikipedia hier!)

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Am Steinberger See: Das Regenwetter der vergangenen Tage hat wahrlich Spuren hinterlassen.

Am Steinberger See gibt es zwei Wohnmobilstellplätze bei Freizeiteinrichtungen mit englischen Bezeichnungen (warum?)die beide offiziell nur bis Ende September in Betrieb sind. Während der an der Wasserskianlage „Wild-Wake-Ski“ und die dortigen Parklätze im Winterhalbjahr durch eine Schranke gesperrt sind, kann man den auf der gegenüberliegenden Seeseite beim Freizeitpark „Movin’G’round“ jederzeit anfahren. Eine Gebühr wird natürlich jetzt nicht erhoben. Dort stellten wir uns auf die Wiese an der Einfahrt, um uns vor dem sonntäglichen Mittagessen noch ein wenig die Beine zu vertreten. Außerdem sind die guten Restaurants bei uns am Sonntagmittag meist so gefüllt, dass es klüger ist, erst gegen 13.30 Uhr nach einem Platz zu fragen, wenn man nicht reserviert hat.

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An der Zufahrt zum Stellplatz des Freizeitparks Moving Ground

So war es auch im Gasthof-Landhotel Holzwurm in Hohenirlach, unweit des Murner Sees, wo sOmar um 13.15 Uhr noch alles voll war. Wir durften uns aber an den Stammtisch zu anderen Gästen setzten. Schuld ist die hervorragende Küche bei zivilen Preisen. Wir speisten erst Oberpfälzer Fischsuppe, die wir uns teilten, und dann als Hauptgericht Fischteller mit Karpfenfilets, die auf drei verschiedene Arten zubereitet waren: gebraten, gebacken und im Bierteig. Toll angerichtet und sehr lecker! Leider hatte ich das iPhone zum Fotografieren vergessen.

Für Wohnmobilisten interessant: Der Wirt hat einen Wohnmobilparkplatz reserviert, der tatsächlich trotz des Andranges freigehalten worden war. Man könnte dort auch kostenlos übernachten. Auf Wunsch bekomme man Strom und dürfe die sanitären Einrichtungen des Hauses benutzen, hatte uns der Wirt schon früher mal erzählt. Erwähnenswert ist vielleicht noch der schöne Biergarten, für den es gestern allerdings zu kühl war.

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Perlsee

Auf der vorbeiführenden Straße fuhren wir weiter über Neunburg v. Wald zum Perlsee bei Waldmünchen. Eigentlich wollten wir im Hotel am See am Eixendorfer Stausee Kaffee trinken, aber das Haus war wegen einer Musikveranstaltung total überfüllt. Also suchten wir uns am Perlsee (ebenfalls ein Stausee) ein Plätzchen mit Seeblick und kochten den Kaffee selbst. Dazu gab es Eis aus der eigenen Gefrierbox. Der Perlsee ist ein im Jahr 1962 angelegter Stausee bei Waldmünchen im Landkreis Cham im Oberpfälzer Wald nahe der Grenze zu Tschechien.

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Staudamm Perlsee (rechts)
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Parkplatz am Perlsee

Am Perlsee gibt es einen beliebten Campingplatz, wir fanden aber keinen Stellplatz, bzw. Platz zum Freistehen. Auf den beiden Parkplätzen links und rechts des Staudammes ist Übernachten verboten. Der nächste offizielle Stellplatz ist im 15 km entfernten Furth im Wald am Friedhof. 😒

Die Genznähe nutzten wir dann noch zu einem Tankstop in der Tschechischen Republik und sparten pro Liter Diesel immerhin 5 Cent gegenüber den Preisen auf deutscher Seite. Allerdings scheint der Treibstoff in der Oberpfalz auch besonders teuer zu sein. Während des Herbsturlaubes hatten wir etwas weiter westlich bereits in Franken durchwegs Dieselpreise unter 1,10 € festgestellt, ebenso in der Pfalz und in Luxemburg. Bei uns lagen sie damals wie heute bei 1,15-1,17 €.

Über die landschaftlich schön geführte, gestern erstaunlich wenig befahrene Ostmarkstraße (B22) ging es schließlich störungsfrei zurück nach Neustadt/Waldnaab. Das Auto hält nach der Unfallreparatur immer noch zusammen. 👍

2 Gedanken zu “Heimfahrt auf Umwegen

  1. Da ich relativ oft in München und Regensburg bin (Sohn/Tochter) verfolge ich fast täglich die Spritpreise. Beim Diesel sinds grundsätzlich für NEW 10 Cent Aufschlag gegenüber R und M.
    Alles Verbrecher!

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