Umbau auf dem WoMo-Dach: Dachhaube statt Solarmodul

Heute war nicht nur Allerseelen, der eigentliche Gräberbesuchstag, sondern für mich auch Werkstatt-Tag bei Tour-Mobil in Schwarzenbruck, denn der Einbau der zweiten Fan-Tastic Vent Dachhaube stand auf der Agenda. 

Um 09.00 sollte ich in der Firma sein. Also hatte ich bereits gestern mit der NAVIGON-App die schnellste Route  ausgesucht, um nicht allzu früh aufstehen zu müssen. Gegen 07.30 Uhr startete ich das WoMo und fuhr über A93 und A6 bis zur AS Altdorf und dann noch ein paar Kilometer auf Landstraßen und der B8 bis zum Ziel, wo ich um 08.55 Uhr eintraf. Gut getimed mit Navigon!

Ich wurde freundlich im Büro empfangen und mit Kaffee versorgt. Tour-Mobil scheint vor allem vom WoMo-Verkauf und von der Vermietung zu leben. Die Werkstatt ist eher dünn besetzt. Von den zwei Mechanikern war einer in Urlaub und einer krank. Letzterer arbeitete aber trotzdem. Hoffentlich hat er mich nicht angesteckt.

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Demontage eines Solarmoduls

Um es gleich vorweg zu sagen: Der hustende Mechaniker machte seine Sache gut. Nachdem wir die Arbeiten besprochen hatten, begann er gleich damit, das eine, quer hinter dem Heki 4 montierte Solarmodul abzuschrauben. Darunter kam öliger schwarzer Dreck zum Vorschein, der sich in zwei Jahrzehnten angesammelt hatte. Jetzt galt es, diesen Dachabschnitt zu reinigen, bevor das neue Dachfenster an die Reihe kam. Die aufgeklebten Modulhalter aus Alumnium belasse ich vorläufig auf dem Dach. Sie stören momentan nicht und wiegen auch kaum etwas. Das alte Modul selbst wies Glasbruchschäden auf und musste leider entsorgt werden.

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Reinigungsaktion

Zunächst wurde akribisch genau gemessen, damit die Haube nachher auch an der richtigen Stelle saß. Mir war nämlich daran gelegen, dass zwischen Heki 4 und Fan-Tastic Vent etwa 55 cm Platz blieben, um wieder ein Solarmodul installieren zu können. Vorläufig wurde das zugehörige Kabel in einem Kabelkanal versteckt.

Erst muss ich ein neues 100Wp-Modul besorgen, wobei ich noch nicht weiß, ob es ein herkömmliches oder ein aufklebbares werden wird. Für letzteres sprechen vor allem zwei Argumente: das viel geringere Gewicht und meine positive Erfahrung mit dem bereits vorhandenen Klebemodul. Dagegen sprechen allerdings Preis und kürzere Garantiezeit.

Wegen der Gewichtsbilanz wird es wohl ein Klebemodul von AMUMOT werden. 10 kg wog das alte, nun deinstallierte Modul, 5 kg wiegt das zusätzliche Dachfenster, also sollte das Modul möglichst unter 5 kg bleiben, um wenigstens nicht mehr Last auf’s Dach zu bringen als zuvor.

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Genau messen und anzeichnen

Nach dem Ausmessen wurde auf dem Dach genau angezeichnet, wo gebohrt und gesägt werden soll. Die 35er Haube bekam einen 36er Ausschnitt, um ggf. etwas korrigieren zu können. Bevor der Rahmen dann eingesetzt wurde, musste Dichtmasse aufgebracht werden.

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Der Ausschnitt ist ins Dach gesägt.

Bislang beobachtete ich beim Eindichten immer die Verwendung von Sikaflex oder Dekalin, hier bei Tour-Mobil favorisiert man Butyl-Dichtband. Das sei z. B. von Hymer sogar vorgeschrieben, bleibe dauerelastisch und erfordere weniger Aufwand bei der Vorbehandlung des Untergrundes.

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Anschlusskabel wird unsichtbar in der Decke verlegt

Nach dem Einkleben/-dichten wurde der Außenrahmen des amerikanischen Produkts zusätzlich von oben angeschraubt. Bevor der Innenabdeckrahmen mit vier Schrauben dagegen montiert werden konnte, musste noch der Stromanschluss vorgenommen werden. Dazu wurde das Anschlusskabel „unter Putz“ durch die Deckenisolation etwa 20 cm zur Deckenlampe gefädelt und dort an 12 Volt angeschlossen. Die Lampe passt optisch nicht mehr so recht an dieser Stelle. Ich werde mich nach einer gefälligeren Lösung umsehen.

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Innen: Fan-Tastic Vent 7350 fertig eingebaut
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Außen: 4 Dachhauben (2x Heki, 2x Fan-Tastic Vent) und 3 Solarmodule (1x 190Wp/36V, 2x 100Wp/18V)

Erste Tests sind positiv verlaufen. Alles funktioniert bestens. Auch der Regensensor arbeitet zuverlässig. Nur die Steuerung mittels Funkfernbedienung ist für mich zunächst gewöhnungsbedürftig. Praktischerweise kann man aber die Haube auf diese Weise bedienen, ohne z. B. nachts aus dem Bett klettern zu müssen.

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Und wie teuer war der Einbau? Ohne konkrete Beträge nennen zu wollen, hier die Anbieter nach den vorab eingeholten Angebots-Preisen sortiert:

  • Tour-Mobil, Schwarzenbruck (bis 200 €), Kostenrahmen eingehalten!
  • Niesmann+Bischoff, Polch (bis 200 €)
  • Freizeitcenter Dietz, Ebern (bis 200 €)
  • Seltenhofer, Regensburg (bis 300 €)
  • Fritz Berger, Neumarkt (bis 400 €)
  • Caravancenter Lederer, Schwandorf (bis 400 €)

Die Franken sind offenbar die Günstigsten, die Oberpfälzer sind deutlich teuerer. Der kostspieligste Anbieter ist etwa doppelt so teuer wie der günstigste. Die fachliche Kompetenz dürfte dennoch gleichwertig sein. Allerdings sind in der Oberpfalz und in Polch schwerer Werkstatttermine zu bekommen.

Gegen 12.30 Uhr trat ich die Rückfahrt an. Dabei machte ich noch einen Schlenker über Neumarkt/OPf., um bei Fritz Berger einen Campinghocker + auflegbare Tischplatte mitzunehmen. Über Kastl und Amberg ging es dann zügig nach Hause.

4 Gedanken zu “Umbau auf dem WoMo-Dach: Dachhaube statt Solarmodul

  1. Hallo Werner,

    ich habe deinen Lüfter gesucht und bin dann auf das Modell
    Dometic FanTastic Vent 7350
    gekommen. Bei ebay für 370€ +8€ Porto
    Du sagt aber der Lufter kommt aus den Staaten.
    Kannst du mir schreiben wo du ihn zu welchem Preis gekauft hast?

    Das Stromkabel des Lüfters wie hat der Mechaniker das duch die Dachisolierunge gelegt?

    Danke.
    Gruß Bernd.

    1. Hallo Bernd,
      hier der Link zur Homepage des Herstellers: http://www.fantasticvent.com/index.html
      Mein Exemplar habe ich direkt bei Dometic zu einem „einmaligen“ Sonderpreis erworben, weil Dometic kein Etsatzteil für meinen alten Fan-Tastic Vent liefern konnte. Inzwischen habe ich bei Movera auch dieses bekommen und konnte den alten Lüfter reparieren. Deshalb habe ich jetzt zwei der vollautomatischen Windmacher.
      Zur „Unterputzverlegung“ des Kabels wird einfach im Sandwichdach ein waagrechter Kanal durch die Isolierung gebohrt und das Kabel hindurchgefädelt. Die Kanalröhre sollte möglichst kurz sein, sonst wird das Einfädeln schwierig.
      Ich habe das Gerät schon für weniger als 360 € gesehen. Ich glaube, bei Campingshop Wagner, bin mir aber nicht sicher. Wenn ich einen günstigeren Preis sehe, teile ich dir das mit.

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