„Technik-Bilanz“ zum Osterausflug

Bei einem Wohnmobil, das 20 Jahre auf dem Buckel hat, muss man immer mit technischen Problemen und Ausfällen rechnen, vor allem beim Basisfahrzeug. Bei meinem FlairLIFE ist das ein Fiat Ducato 230 mit 2,5 l TDI Motor. Wie hielt das Fahrzeug auf der Osterrundreise durch? 

Bis Regensburg war zu Reisebeginn alles okay. Doch als ich am Friedhof mal kurz die Handbremse anzog, merkte ich schon am schlackernden Handbremshebel, dass etwas nicht stimmte. Auf der Weiterfahrt nach Kelheim meldete sich das Reifendruck/-Temperatur-Warnsystem und signalisierte eine steigende Reifentemperatur hinten links. Ein rhythmisch schleifendes Geräusch war zu hören. Bis zum Stellplatz in Kelheim war es glücklicherweise nicht mehr weit. Als wir ankamen, hatte der Reifen 50°C erreicht gegenüber 8 – 10°C bei den übrigen drei Pneus.

Da Ostersonntag war, kam ein sofortiger Werkstattbesuch nicht in Betracht. Also beschlossen wir, die Feiertage in Kelheim zu verbringen und am Dienstag eine nahegelegene KFZ-Werkstatt aufzusuchen. Ich hatte ein festgerostetes Hbremsseil in Verdacht, das gängig zu machen war. Es wäre nicht das erste Mal gewesen. Fast jährlich waren bisher schon diese Probleme mit der Feststellbremse aufgetreten.

Am Dienstag starteten wir Richtung Werkstatt. Mir kam es auf der Fahrt so vor, als sei das Schleifgeräusch nicht mehr vorhanden. Wir machten versuchsweise einen Abstecher zur Befreiungshalle hinauf, um zu testen, ob die Temperatur am linken Hinterrad wieder anstieg.

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Befreiungshalle

Wir hatten Glück. Alles blieb normal. Wir konnten den Werkstattbesuch auf die Zeit nach der Kurzreise verschieben. Bis dahin durfte ich halt die Handbremse nicht mehr anrühren.

inzwischen habe ich einen Termin bei BayWaTec gemacht. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch gleich einen weniger dramatischen Fehler beheben lassen, der bei den Tagfahrleuchten auftritt. Als Ersatz für die beim Unfall im vergangenen Jahr zerstörten Leuchten, ließ ich Philips-Modelle montieren, deren Steuergerät das Laufen des Motors über die erhöhte Ladespannung der Lichtmaschine an der Batterie erkennt und dann die Leuchten einschaltet. Nun wird aber die Starterbatterie bei meinem WoMo auch bei abgestelltem Motor über die Solaranlage mitgeladen. Der Votronic Solarladeregler schickt nämlich einen kleinen Ladestrom von etwa 2A zur Fahrzeugbatterie. Die Spannung steigt etwas an, und das Steuergerät „denkt“, der Motor laufe. Auf diese Weise schalten die Tagfahrleuchten zur Unzeit ein. Das muss nun dadurch behoben werden, dass die Spannungsversorgung von Dauerplus auf Zündung umgeklemmt wird.

Die Befürchtung, dass die Starterbatterie am Ende sei, hat sich nicht bestätigt. Das Anlassverhalten des Ducato war während der gesamten Kurzreise auch bei niedrigen Temperaturen tadellos.

Bei der AGM-Versorgungsbatterie jedoch war deutlich zu merken, dass ihre Lebensdauer nach nunmehr fünf Jahren langsam zur Neige geht. Selbst nach tagelangem Laden wird allenfalls SOC 89% erreicht. Meist steht die Anzeige jedoch bei rund 80% und sinkt nach einem Fernsehabend mit Alde-Betrieb rasch auf 70%. Größere Verbraucher wie die Wasserpumpe können dann am Morgen schon den Tiefentladungsschutz auslösen. Der ohnehin geplante Ersatz dieser Batterie gegen eine LiFeYPO4 ist somit kein Luxus mehr.

Auch im Wohnbereich ergab sich Reparaturbedarf: Die rechte Armlehne des Beifahrersessels brach im Gelenk ab (Titelfoto: Eine Armlehne hochgeklappt, die andere fehlt.). Mal sehen, ob es für FASP-Sitze Ersatzteile gibt! Hier das abgebrochene Teil (zum Vergrößern anklicken):

Ansonsten hielt die betagte Technik tapfer durch.

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