Kommunikation und Orientierung

Heutzutage ist es nicht nur eine Selbstverständlichkeit, überall mobil telefonieren zu können, als Wohnmobilist will man unterwegs auch online sein und z. B. Bilder sowie Daten austauschen können. Oder auch mal im Internet surfen, Reiseinformationen einholen, Stellplätze aussuchen und Verkehrsinfos für’s Navi erhalten. Kurzum: Die neuen Medien sind gar nicht mehr so neu und aus dem wohnmobilen Alltag nicht mehr wegzudenken.

Ute und ich stammen allerdings aus einer Generation, die erst in der zweiten Lebenshälfte mit Digitaltechnik konfrontiert wurde und sich folglich oft schwer tut, routiniert damit umzugehen. Dennoch versuche ich, nicht ganz „abgehängt“ zu werden, wie ich das von vielen Zeitgenoss(inn)en im Bekannten- und Verwandtenkreis leider erlebe. Ute ist zwar auch nicht gerade technikbegeistert, aber sie nutzt sowohl ein Handy als auch einen eMail-Account per iPad. Immerhin!

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Utes iPad dient hauptsächlich der Vereinskommunikation
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Das DORO-Klapphandy ist gleichzeitig ein Notruftelefon.
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DORO-Klapphandy geschlossen

Im Laufe der Jahre haben sich bei uns Hardware-Favoriten, also Lieblingsendgeräte, herausgebildet, die man häufiger nutzt als andere. Ute bevorzugt als Mobiltelefon ein Klapphandy von DORO mit Notruftaste und autom. Standortübermittlung im Notfall. Ihr iPad 1 verwendet sie nur daheim im WLAN, vor allem für eMails. Ein Android-Smartphone hätte sie auch noch, aber das liegt nur herum, weil es ihr zu kompliziert ist. Es fungiert deshalb lediglich als Ersatzhandy, wenn beim DORO mal der Akku leer ist.😩

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Utes LG Smartphone mit ungeliebtem Android-Betriebssystem

Ich selbst telefoniere überwiegend mit meinen beiden iPhones (4S und 6S Plus) oder den Mobilfunk-Festinstallationen im Volvo und im WoMo. Die „Schreibtischarbeit“ erledige ich am liebsten mit dem iPad Air2. Für seltene Sonderfälle steht daheim noch ein Apple MacBook bereit, das über zwei Betriebssysteme verfügt, also auch Windows.

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Meine iPhones 6S+ und 4S

Für unterwegs ist mir das MacBook zu groß und zu schwer. Man ist halt inzwischen verwöhnt von handlicheren Geräten.😊 Wenn ich im WoMo mal Windows brauche, z. B. für die Konfiguration des Morningstar TriStar Solarladereglers oder zum Auslesen seiner History mit dem Windows-Programm MSview, benutze ich einen Tablet-PC von ODYS mit Windows 10, mit dem ich sehr zufrieden bin, zumal er auch noch mittels magnetisch anklipsbarer Tastatur zum Notebook verwandelt werden kann. Völlig ausreichend als Ergänzung zum iPad, mit dem ich ohnehin mehr als 90% meiner Arbeit bewältige!

Wie läuft das Ganze im Wohnmobil ab?

  • Telefonieren:
    • mit dem Festeinbau-Telefon (0151 18054666) oder
    • mit dem iPhone 4S (0171 7789999) oder
    • mit Utes Handy oder Smartphone (0171 3040800)
  • Daten: iPad oder Windows Tablet
    • über Persönlichen Hotspot des iPhone 6S Plus (WLAN über LTE/4G-Mobilfunknetz) oder
    • über öffentlichen Hotspot, z. B. Telekom (kostenlos für Telekokm-Kunden)
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GSM-Telefon mit festem Platz auf der Ablage neben dem Fahrersessel

Während der Fahrt dient mein iPad Air2 als Navigationssystem mit riesigem Bildschirm. Es sitzt dann links vom Armaturenbrett in einer Halterung, wo es auch geladen wird. Alternativ würde auch Utes iPad passen, doch das lassen wir meist zuhause, denn die hervorragende Navigon Navigationsapp steht notfalls auch auf den iPhones zur Verfügung. Vor allem beim 6S Plus hat der Bildschirm eine akzeptable Größe. Noch komfortabler navigiert man aber mit dem iPad. Überhaupt ist das iPad eine „Eier-legende-Woll-Milch-Sau“. Ideal für’s Wohnmobil!

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iPad als Navi

Fotografien werden bei allen drei Apple-Geräten ordentlich. Ich verwende immer dasjenige, welches gerade nicht für andere Aufgaben gebraucht wird, am liebsten das mittelgroße iPhone 6S Plus. Es liegt deshalb meistens auf der Ablage neben dem Fahrerplatz. Das normalgroße iPhone 4S wird in einer am Autoradio integrierten Ladehalterung aufgeladen. So kann man auch Musik vom iPhone über das Radio und die Lautsprecheranlage abspielen. Nachts steckt es in einer Halterung neben dem Hubbett, damit man nicht aus dem Bett klettern muss, wenn es klingelt.

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Das iPhone 4S wird am Autoradio geladen.

Alle Geräte werden direkt aus dem 12V-Netz des WoMos gespeist, also ohne Wechselrichter(verluste).

Zu jeder der drei oben genannten Rufnummern gehört natürlich eine (Multi-)SIM-Karte und ein Telekom-Vertrag. Je eine Multi-SIM-Karte mit der Rufnummer 0171 7789999 befindet sich in den beiden iPhones sowie im Autotelefon meines Volvo. Ebenso funktionieren Utes Mobiltelefone über zwei Multi-SIM-Karten mit der Rufnummer 0171 3040800. Die Rufnummer des fest im WoMo verbleibenden Telefons (0151 18054666) gibt es dagegen nur einmal. Ich schalte sie häufig weiter auf 0171 7789999. Mit Multi-SIM-Karten kann man parallel ausgehende Anrufe tätigen. Trifft ein Anruf ein, klingeln alle Geräte mit der gleichen Rufnummer gleichzeitig. Das Gespräch kann mit dem Apparat geführt werden, der es als erster annimmt.

Die beiden iPads sind ebenfalls GSM-fähig, das Air2 auch für LTE, da sie aber überwiegend im häuslichen Bereich genutzt werden, betreiben wir sie meist ohne SIM-Karte nur über WLAN. Um für den Betrieb im WoMo keine Karten umstecken zu müssen und gleichzeitig auch das Windows-Tablet über WLAN im Internet betreiben zu können, schaffe ich mit einem der iPhones (wegen LTE meist mit dem 6S Plus) ein eigenes WLAN-Netz über die Funktion Persönlicher Hotspot. Es gibt somit verschiedene Möglichkeiten, ohne besonderen Aufwand mit vorhandenem Equipment zu arbeiten.

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Wenn jemand allerdings ständig mit sehr großen Datenmengen hantieren muss, wird er sich vielleicht tariflich anders orientieren müssen. Bei meiner Flat stehen nur 5 GB pro Monat in Höchstgeschwindigkeit zur Verfügung, dann wird das Tempo drastisch verringert. Für eMails reicht es zwar noch, nicht aber für größere Fotos und Videos. Will/Muss ich an einem Blog o. ä. arbeiten, kann ich bei Bedarf Datenvolumen in Highspeed nachbuchen. Das kommt bei mir vielleicht drei oder vier Mal pro Jahr vor, weil ich sonst häufig einen kostenlosen Telekom-Hotspot finde.

Neuerdings habe ich auch für das bislang weitgehend ungenutzte Android-Smartphone (LG) eine sinnvolle Aufgabe: Ein adaptierter IR-Dongle für Android empfängt die Daten vom Solarladeregler des Faltmoduls. Das ist praktisch, wenn man es optimal auf höchstmöglichen Solarertrag ausrichten möchte.

Mit der aktuellen Digitaltechnik-Ausstattung neuer Wohnmobile kann ich bei meinem „Twen“ natürlich nicht mithalten, aber es lässt sich mit den vorhandenen und nachgerüsteten technischen Features sowohl bezüglich der Autarkie als auch im Hinblick auf Kommunikation und Navigation gut reisen und wohnen.

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