Kühlschrank: Kompressor statt Absorber – erste Eindrücke

Schon seit Monaten nahm ich von Zeit zu Zeit einen unangenehmen, leicht fauligen Geruch in Nähe des Küchenblocks wahr. Der Gestank ist jetzt weg. Die Ursache ist beseitigt. Was war schuld? 

Ich hielt es nicht für möglich, aber den Geruch verströmte offenbar der Kühlschrank. Nein, es wurde nichts darin vergessen, das dann faulte! Vielmehr trat langsam und unbemerkt Kühlmittel aus. Es handelt sich dabei um Ammoniak, das recht unangenehm muffelt. Somit stand eine größere Reparatur oder die Kompletterneuerung des Electrolux-Absorber-Kühlschrankes an. Ich berichtete.

Aus folgenden Gründen hatte ich mich für einen neuen Kühlschrank entschieden:

  1. Der alte Absorber war 20 Jahre alt.
  2. Meine LiFeYPO4-Bordstromversorgung legte den Wechsel zu einem Kompressorkühlschrank mit ausschließlichem 12V-Betrieb nahe, da in Verbindung mit der Solarstromversorgung kein Mangel an el. Energie herrscht.
  3. Ich wollte weniger Gas einsetzen müssen (nur noch für Heizung und Herd).
  4. Kompressorkühlschränke sind leistungsfähiger und energieeffizienter als Absorber und inzwischen fast ebenso leise.
  5. Dometic hat mit dem CoolMatic MDC90 ein Modell im Programm, das nahezu identische Außenabmessungen aufweist wie der Standard 90l-Kühlschrank von Elektrolux, der in meinem WoMo verbaut war.

Wie man hier im Blog lesen konnte, ließ ich das neue Gerät im Freizeitcenter Dietz in Ebern einbauen. Einen abschließenden Erfahrungsbericht kann ich nach so kurzer Zeit selbstverständlich noch nicht liefern, aber erste Eindrücke konnte ich schon gewinnen:

 

  • Die Kühlleistung ist spitze. Sie lässt sich an einem Thermostatrad im Kühlraum regeln sowie ein- und ausschalten.
  • Insgesamt wirkt das Gerät innen etwas klappriger, d. h. die herausnehmbaren Teile haben Spiel. Beim alten Absorber war das solider. Ansonsten ist die Verarbeitung einwandfrei.
  • Die Anordnung der Fächer erscheint weniger günstig als beim Vorgänger. Vielleicht ist das aber auch Gewöhnungssache. Das Gefrierfach empfinde ich als zu groß. Dadurch musste das oberste Fach an der Türinnenseite entfallen. Außerdem ist ein Rost und damit ein Fach mehr als beim Absorber vorhanden, wodurch die Fachhöhe geringer ist, es sei denn, man entfernt einen Rost.
  • Wegen des voluminösen Gefrierfaches leidet auch der Blick von schräg oben auf die Roste, sodass man in die Hocke gehen muss, um den Kühlschrankinhalt zu sehen. Offenbar ein Beitrag von Dometic zur Förderung der Fitness!😜
  • Der Stromverbrauch hält sich in Grenzen und ist kaum höher als bei meiner 25l-Kühl-/Gefrierbox des gleichen Herstellers (Dometic/WAECO). Wenn der Kompressor läuft, fließen etwa 3,5 – 4,0 A. Die prozentuale Laufzeit wird je nach Umgebungstemperatur mit 30 – 50 % angegeben. Die Praxis wird genauere Daten liefern.
  • Skeptisch bin ich noch bezüglich der Belüftung, bzw. Wärmeabführung. Der Meister bei Dietz bestand darauf, das untere Lüftungsgitter zu verschließen und nur das obere offen zu lassen. Ich hätte leber beide Gitter zur Be-/Entlüftung genutzt und nur bei großer Kälte abgedeckt. Sollte die derzeitige Lösung die Wärme nicht ausreichend abführen und die Kühlleistung behindern, kann ich 1. die Abdeckung hinter dem unteren Gitter entfernen und 2. den el. Lüfter für das obere Gitter wieder in Betrieb nehmen. Im Winter kann allerdings große Kälte dem Kühlschrank schaden. Dann ist auf alle Fälle Abdecken angesagt.
  • Dennoch steht die Meinung des Dietz-Meisters gegen die Empfehlung eines namhaften Herstellers:

… Kompressorkühlschränke haben eine gleichmäßige Kühlleistung unabhängig von den Außentemperaturen. Trotzdem haben die Umgebungstemperaturen Einfluss darauf, wie oft und wie lange der Kompressor laufen muss um die Temperatur im Kühlschrank konstant zu halten. Das Belüften des Kühlaggregates ist deshalb in Anbetracht der Kühlleistung und des Energieverbrauchs der wichtigste Faktor. Je tiefer die Temperatur des Kondensators (Verflüssigers), desto besser die Kühlleistung. Es also gilt zwei Sachen zu beachten: Die Zufuhr von kühler Luft und die schnelle Abtransport der am Aggregat erwärmten Luft.

Durch die Aufwärmung des Kühlaggregates wird es im engen Zwischenraum hinter dem Kühlschrank schnell warm; hier empfiehlt es sich, die Luft zu kanalisieren, und bei Bedarf mit einem Ventilator schnell abzutransportieren. Der Kühlschrank läuft dadurch viel effizienter und verbraucht trotz hoher Umgebungstemperatur weniger Energie.“ …

Ich werde deshalb wohl das bei Dietz verschlossene untere Belüftungsgitter wieder öffnen. Der Kühlschrank kühlt zwar hervorragend, der Kompressor schaltet aber relativ oft ein, was reichlich Strom kostet. Vielleicht werden die Schaltintervalle größer, wenn hinter dem Kühlschrank die Luft noch besser zirkulieren kann.

IMG_8805
Verbrauch ähnlich der Box

In den kommenden Monaten werde ich immer wieder darüber berichten, wie sich der Dometic MDC90 im Reisealltag bewährt:

 

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Ein Gedanke zu “Kühlschrank: Kompressor statt Absorber – erste Eindrücke

  1. Hallo Werner,

    der CoolMatic passt wirklich super. Dank des Gefrierfachs bleibst du auch schön fit. Immer fleißig Kniebeuge 🙂
    Bin gespannt ob der Kühlschrank seinen Dienst in der Herbstreise nach deinen Vorstellungen verrichtet.

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