Winterbetrieb 2: Ver- und Entsorgung

Das Ver- und Entsorgen kann im Winter durchaus mal schwierig sein, wenn wegen Frostgefahr Wasserhähne abgesperrt und sogar manche V/E-Stationen komplett außer Betrieb sind. Wie handhaben wir das mit der Frischwasserversorgung und der Entsorgung von Grauwasser und WC bei Minusgraden? 

Für uns ist das Thema ganz wichtig, weil wir, wie der aufmerksame Leser weiß, fast ausschließlich die eigene Infrastruktur im WoMo benutzen. Das heißt: Der Gang zum Sanitärgebäude hat auch auf dem CP Seltenheitswert. Wir erledigen alles im WoMo, vom Abspülen über Waschen und Duschen bis hin zum Toilettengang. Das hat neben der Bequemlichkeit, nicht bei jedem Wetter mit der Klopapierrolle oder dem Handtuch über den CP flitzen zu müssen, den Vorteil, dass häufig genutzte sanitäre Einrichtungen im WoMo weniger störanfällig zu sein scheinen. In 20 Jahren musste ich beispielsweise nur einmal eine Gummidichtung am WC-Schieber auswechseln.

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Blick vom WoMo-Hafen zum Hauptgebäude: Hier befinden sich Rezeption und sanitäre Einrichtungen.

Die konsequente Nutzung der bordeigenen Infrastruktur verlangt allerdings auch eine ca. wöchentliche Fahrt zur V/E-Station, um Abwassertank und WC-Kassetten zu entleeren sowie Frischwasser aufzufüllen. Erfreulicherweise besitzt der Campingpark Oberammergau eine frostsichere V/E-Station, wo sich alles bestens erledigen lässt. Mit ein Grund für unsere Entscheidung für diesen CP!

Damit die Bord-WC-Benutzung zwei Personen eine Woche lang möglich ist, führe ich noch zwei Ersatzkassetten zur Kapazitätserweiterung mit, die zum Einsatz kommen, falls ich keine Gelegenheit oder Lust habe, eine volle Kassette zum WC-Ausguss zu schleppen, bzw. zu rollen. Bei der wöchentlichen V/E-Aktion erledige ich dann alles miteinander.

Auf dem Titelfoto ist rechts das unscheinbare, stilgerecht erstellte Entsorgungshäuschen zu sehen. Drinnen wird die WC-Kassette entleert, rechts vom Häuschen befindet sich ein Bodeneinlass. Der frostgeschützte Wasserhahn mit Münzautomat ist an der rechten Außenwand montiert. So lässt sich das Ganze gut anfahren.

An die V/E-Station schließt sich der WoMo-Hafen an, auf dem Foto von zwei WoMos belegt. Noch weiter Richtung Hauptgebäude (vor der Hecke) werden wir heuer mit Maria und Harald stehen, weil sonst keine zwei Stellplätze nebeneinander mehr frei waren. Hier standen wir schon mal an Ostern diesen Jahres. So sah es im April dort aus:

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Es empfiehlt sich, auf einer Winterreiseroute geeignete, winterfeste V/E-Stationen zu kennen. Das Entsorgen ist meist das geringere Problem, aber bei Frischwasser ist häufig der Haupthahn zu, damit nichts einfriert. Es werden jedoch landauf landab immer mehr frostsichere V/E-Stationen errichtet, die ganzjährig nutzbar sind.

Unsere wöchentliche V/E-Fahrt dehnen wir in der Regel gleich etwas aus und versorgen uns bei Bedarf gleich noch im Ort mit Lebensmitteln und Getränken, denn einen Shop hat der CP in Oberammergau nicht. Dafür ist Gastronomie in der Nähe und ist das Zentrum fußläufig erreichbar. Einen Brötchenservice, Zeitungen usw. gibt es an der Rezeption natürlich schon. Auch Stahl-Gasflaschen kann man tauschen.

Die V/E-Frage bedarf also im Winter einer gewissen Vorausschau. Wer auf Nummer Sicher gehen will, informiert sich zuvor über frostsichere V/E-Stationen auf der Reiseroute, bzw. am Zielort.

Spaß macht wohnmobiles Reisen im Winter nur, wenn das WoMo angemessen beheizbar ist und die Tanks frostsicher untergebracht sowie entsprechend befüll- und entleerbar sind. Ich halte nichts von gießkannenweisem Auffüllen des Frischwassertanks und eimerweisem Entsorgen des Abwassers. Der Eimerinhalt stinkt, oder er gefriert. Außerdem ist das Ganze eine gehörige Schlepperei. Wir möchten möglichst wenig Unterschied zu Komfort und wohnmobilen  Betriebsabläufen im Sommer feststellen müssen. Mit ein wenig Umsicht und Planung geht das recht reibungslos. Eine V/E pro Woche reicht bei zwei Personen aus. Das beansprucht höchstens 15 Minuten.

Im nächsten Beitrag zum Winterbetrieb geht es um die ebenso wichtige Stromversorgung im Winter.

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