Bluetooth-Energiekostenmessgerät mit vielfältigen Funktionen

Auf der Suche nach einer Kontrollmöglichkeit des Landstrom-Verbrauchs für den Frostschutz über die Elektroheizpatrone meiner Alde-Warmwasserheizung im WoMo stieß ich bei Conrad Electronic auf ein „Energiekosten-Messgerät mit Bluetoothschnittstelle“ und einer App mit vielfältigen interessanten Funktionen zu einem bezahlbaren Preis. Drei Jahre Herstellergarantie machen das Ganze ziemlich risikolos.

Die Hardware des VOLTCRAFT SEM6000 besteht eigentlich nur aus einer kleinen Zwischensteckdose (55 x 55 mm), in der die gesamte Elektronik samt BT-Schnittstelle verpackt ist. Diese BT-Steckdose ist mit 16 A (3680 Watt) belastbar. Ein LED-Ring zeigt die Höhe der Stromaufnahme ähnlich dem Screen der nachstehend genannten zugehörigen App farbig und grafisch an (auf den Fotos schlecht erkennbar).

 

Zur Steuerung und Auswertung gibt es eine kostenlose App, die sich problemlos herunterladen und installieren lässt. Auch die Bedienung der App ist kinderleicht und intuitiv, da alles deutsch beschriftet und erklärt ist. Sehr lobenswert!

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Hier einige der vielen App-Funktionen für bis zu 10 SEM6000 Messsteckdosen:
• Zeigt den Stromverbrauch in Echtzeit, Strom und Leistungsfaktor (bis zu 3 Dezimalstellen) sowie die entsprechenden Verbrauchskosten (eigener Tarif einstellbar)
• Diagramm-Ansicht der täglichen, wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Stromverbrauchs-, bzw. Kostenhistorie (mit Filterfunktion) und Datenexport (im CSV-Format oder per E-Mail)
• Ferngesteuertes manuelles Aus- und Einschalten per Touchfeld in Echtzeit oder Countdown-Timer zur Schaltung des SEM6000
• Regeln zum programmierten Einschalten des Smart-Meter-Steckers über längere Zeiträume festlegen
• Kostenanalyse nach Stromverbrauchsverlauf (in EUR oder USD)
• Überspannungsschutz + einstellbare Höchstlast (Überlastschutz)
• Zufalls-Timer als Anti-Einbrecher-Modus
• Nachtmodus-Einstellung

Im Conrad Shop findet man dazu sehr ausführliche Infos sowie technische Daten und kann zudem die Anleitung downloaden. Bis zu 10 Messsteckdosen sind mit der App zu bedienen, bzw. auszuwerten.

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Startscreen nach Herstellung der BT-Verbindung: Bei mehreren Messsteckdosen sind diese hier aufgelistet und wählbar.
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Hauptscreen mit Echtzeit-Anzeige des Stromverbrauchs und weiterer Daten sowie EIN/AUS-Fernbedienungstaste
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Tagesauswertung der Kosten mit stündlichen Diagrammsäulen
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Tagesauswertung des Energieverbrauchs mit stündlichen Duagrammsäulen

Meine bisherigen Erfahrungen mit dem SEM6000 sind positiv. Bestimmte Kritikpunkte in der einen oder anderen Rezension haben sich erfreulicherweise nicht bestätigt. So war es noch nicht nötig, die Messsteckdose aus- und wieder einzustecken, um die Bluetoothverbindung zu gewährleisten. Auch die Reichweite der Funkverbindung beträgt keineswegs nur „1,5 m“, sondern etwa 15 m wie auch der Hersteller angibt. Bei mir liegen erschwerend zwei Außenwände dazwischen (Garage und Wohnhaus). Die BT-Verbindung baut sich rasch auf, sobald man sich mit eingeschalteter App in Reichweite der SEM6000 befindet. Durch Trennung gehen weder Einstellungen noch gespeicherte Werte verloren.

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Screen für „Allgemeine Einstellungen“ (Sprache, Softwareupdate, Anleitung)
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Screen für „Geräteeinstellungen“ (Symbol, Bez. der Steckdose und Passwort selbst wählbar; Überlastschutz und Stromtarif frei einstellbar)

Der Landstrom für‘s WoMo kommt bei mir zur Zeit von einer Steckdose in der Garage. Die kann ich nun mit dem SEM6000 ferngesteuert ein- und ausschalten. Vor allem aber erhalte ich einen interessanten Überblick über die für den Frostschutzbetrieb der Alde-Heizung per Elektroheizpatrone anfallenden Stromverbrauchskosten. Sie sind demnach deutlich niedriger als ich befürchtet hatte. Ich bin gespannt, wie die Auswertung eines ganzen Monats aussehen wird.

Die Messsteckdose ist aber nicht nur in Verbindung mit dem WoMo interessant. Sie liefert auch interessante Kontrollwerte für alle möglichen Verbraucher (Kaffeeautomaten, Heizlüfter, Beleuchtungskörper, TV usw.), die an einer Steckdose eingesteckt werden. So stellte ich spaßeshalber bezüglich zweier LED-Nachtlichter einen Verbrauchsunterschied um den Faktor 10 fest (0,2 zu 0,018 Watt). Allerdings weiß ich nicht, ob so geringe Verbrauchswerte überhaupt annähernd korrekt angezeigt werden können. In den technischen Daten des SEM6000 ist als Minimum-Wirkleistung ein Wert von 0,23 W angegeben.

Nach so kurzer Zeit kann ich natürlich noch nicht beurteilen, wie sich die Haltbarkeit der Hardware und die Ziverlässigkeit der Software entwickeln werden. Bezüglich der Messgenauigkeit darf man wohl keine Wunder erwarten, doch dürfte sie für meine Zwecke ausreichen und mit anderen Geräten unterhalb der Profi-Klasse vergleichbar sein. Neue Erkenntnisse werde ich im Blog mitteilen.

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