Neue tegos-Tür PREMIUM für altes WoMo (Teil 1 – Vorgeschichte)

Schon vor Jahren war ich auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf am Stand von tegos auf die eleganten Türen dieses Zulieferers renommierter Wohnmobilhersteller wie Niesmann+Bischoff, Phönix usw. aufmerksam geworden, die nun auch zur Nachrüstung für Fahrzeuge von Endkunden angeboten wurden. Mein Wunsch nach einer solchen Aufbautür begann sich zu entwickeln, vor allem angesichts meiner erklärten Absicht, in Werterhaltung und Modernisierung zu nvestieren, statt ein komplett neues WoMo zu kaufen.

VORGESCHICHTE

Damals erklärte mir das Standpersonal, dass bei den in den 90er Jahren noch verbauten schmalen Türen (Ausschnittsbreite ca. 55 cm) ein Austausch nur gegen ein gleichartiges Türblatt ohne Extras möglich sei. Eine dringende Notwendigkeit zur Erneuerung hestand nicht, da die N+B-Tür einwandfrei funktionierte und dicht schloss. Also hakte ich das Thema zunächst ab.

Nach wie vor störte mich das triste Erscheinungsbild der Tür (mit integriertem Insektenschutz) vor allem vom Wohnraum aus. Außerdem löste sich das Insektenschutzgitter immer wieder aus der Keder-Befestigung im Rahmen der Insektenschutztür. Als dann Ute nach einer Handoperation Probleme hatte, die im Daumen erforderliche Druckkraft zum Öffnen der Tür von außen aufzubringen, wurde klar: Dafür musste eine Lösung her.

Das war die alte Optik:

So wünschte ich mir das, abgesehen von der leichteren Bedienbarkeit:

Im Internet stellte ich vergangenes Jahr bei www.wohnmobil-tuer.de fest, dass tegos seine Produkte ständig weiterentwickelt hatte. Im Freizeitcenter Dietz schaute ich mir im Herbst 2017 während des Kühlschrankumbaus eine tegos-Broschüre an und gewann den Eindruck, dass es inzwischen vielleicht doch möglich sein könnte, auch bei meinem über 20 Jahre alten FlairLIFE eine komfortable und optisch ansprechende Premium-Tür zu montieren.

Mir kam es vor allem auf folgende Features an:

  • leichtere Bedienbarkeit, besonders beim Öffnen von außen (wegen Utes kraftlosen Daumens)
  • Fenster im Türblatt als Gestaltungselement
  • integriertes Zusatz-Sicherheitsschloss
  • wohnlichere Innen-Optik mittels Ersatz der Fliegengittertür durch ein Schiebe-Insektenschutzplissée und zur Einrichtung passendes Holzdekor
  • Voraussetzung: Die Lackfarbe muss mit der des 21 Jahre alten N+B-Blechs übereinstimmen. Eine Nachlackierung kommt für mich nicht in Frage.

VORBESUCH

Nach einigem eMail-Verkehr mit dem Leiter des Endkundenvertriebs, Alexander Scheld, entschloss ich mich, vorsorglich einen Beratungsbesuch bei tegos in Ostrach zu machen, damit die Techniker die Einbausituation genau beurteilen konnten. Es passte dann im März terminlich in Verbindung mit dem Besuch einer ARV-Gründungsversammlung in Ellwangen. Da war schon ein Teil des Weges geschafft. Im Anschluss an die Veranstaltung am Samstag hesuchte ich am Sonntag zunächst das Hymer-Museum in Bad Waldsee und fuhr dann weiter nach Ostrach auf das tegos-Betriebsgelände, wo ich übernachtete.

Der Mitarbeiter des Endkundenvertriebs, Ahmet Islek, nahm mich am Morgen des 26. März sehr freundlich in Empfang, zeigte mir das aktuelle Türenrepertoire mit allen möglichen Optionen und beantwortete kompetent und  geduldig meine Fragen. Ein weiterer Mitarbeiter vermaß genau den zur Verfügung stehenden Platz für die evtl. neue Premium-Tür nebst Insektenschutz-Schiebeplissée.

Einschätzung der Profis: Die Standard-Innenverkleidung der tegos Premium-Tür habe nicht Platz, das Fenster nur knapp. Der geöffnete Insektenschutz werde etwas in den Türausschnitt hineinragen. Deshalb sei auch die Standard-Türinnenverkleidung nicht möglich. Sie würde mit dem Plissée-Paket im Aluprofil kollidieren. Eine Verbreiterung des Türausschnitts sei nicht hilfreich , weil die Kunststoff-Trittstufenwanne eine unveränderbare Breite von 54 cm besitze. Hier müsse die Insektenschutz-Schiebetür komplett Platz finden.

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Ansonsten werde auch bei dieser Individuallösung die volle Funktionalität gegeben und eine ansprechende Optik gewährleistet sein. Islek meinte: „Andere erklären zwar, man könne erst ab 56 cm Ausschnittsbreite ein Fenster unterbringen, aber wir kriegen das trotzdem hin. Sie werden zufrieden vom Hof fahren.“ So kam es am Ende auch. Aber der Reihe nach!

MONTAGETERMIN

Ich wollte mir das Ganze überlegen und dann einen Montagetermin vereinbaren. Also fuhr ich nach Hause und arbeitete Prospekt und Preisliste nochmals durch. In Internetforen fand ich durch die Bank sehr positive Beurteilungen des Unternehmens und seiner Produkte.

Da man erst am Tag der Montage wissen muss, was man im Detail möchte, fasste ich zwar eine schlüssellose Türbedienung per NFC-Chip ins Auge, legt mich aber noch nicht endgültig fest. Mit Herrn Scheld vereinbarte ich schließlich als Montagetermin Dienstag, den 24.04.2018.

Am Spätnachmittag des 23. April traf ich dann am tegos-Werk ein (s. mein Beitrag vom Vortag). Und am nächsten Morgen um 07.00 Uhr stand ich vor der Montagehalle, in die ich rückwärts einfahren sollte. In der Regel kann hier an drei Fahrzeugen gleichzeitig gearbeitet werden.

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Von Herrn Scheld holte ich mir die Genehmigung, dabei bleiben und für diesen Blogbericht fotografieren zu dürfen. — An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich nicht von tegos bezahlt werde. Wenn mein Bildbericht über das Entstehen einer maßgeschneiderten Kabinentür in der tegos-Manufaktur recht positiv ausfällt, entspricht das wie bei allen meinen Blogbeiträgen ausschließlich meiner persönlichen Überzeugung, gemachten Erfahrungen, gewonnenen Eindrücken und getroffenen Feststellungen. Nichts wird beschönigt. Aus meiner Sicht Kritikwürdiges bleibt nicht unerwähnt.

PERSÖNLICHE EINDRÜCKE

Als erstes hat man in einem Unternehmen mit Menschen zu tun, mit Personal, das nicht unerheblich das Image jeder Firma prägt. Am meisten hatte ich bei tegos mit Ahmet Islek zu tun, einem hier geborenen, dennoch überzeugten Türken und Moslem. Er hatte mich nicht nur kompetent beraten, sondern teilweise zusammen mit einem russischen Mitarbeiter auch einen Großteil der Montagearbeiten übernommen. Sporadisch kam bei Bedarf noch ein weiterer Monteur dazu, der sich vor allem um die Elektrik kümmerte.

Alle Monteure machen einen fachlich sehr kompetenten Eindruck. Man könnte sagen: Deutsche Wertarbeit aus türkisch-russischer Hand! An die Freundlichkeit, ja bisweilen fast Herzlichkeit eines Ahmet Islek reichen aber die Kollegen nicht heran, vielleicht auch aus sprachlichen Gründen.

Neben der Montagehalle residieren Alexander Scheld und einige Bürokräfte, deren Freundlichkeit noch etwas Luft nach oben hätte. Gegrüßt wurde ich dort nur, wenn ich zuvor selbst „provozierend“ gegrüßt hatte. Als ich Scheld als Leiter des Endkundemvertriebs und Schwiegersohn des Eigentümers arglos als „Chef“ bezeichnete, wurde ich postwendend zurechtgewiesen, es gebe hier keinen Chef. Alle seien gleich. – Okay! Gut so! Dennoch: Der Ton macht die Musik.

Aber Ahmet Islek und Alexander Scheld in ihrer verbindlichen Art sowie die hervorragenden Arbeitsergebnisse ihrer Kollegen in der Endkunden-Manufaktur machen jede eventuelle Befremdlichkeit wett. Wesentlich für den Unternehmenserfolg, denn das Ergebnis zählt!

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Die Herren Scheld und Islek nach getaner Arbeit am fertigen Produkt! — Noch ist es längst nicht soweit.😓

Im nächsten Beitrag „Neue tegos-Tür PREMIUM für altes WoMo (Teil 2 – Erster Montagetag)“ werde ich den Ablauf vom Entfernen der alten Tür und des Rahmens bis zur provisorischen Montage der Premium-Tür in Wort und Bild dokumentieren.


Meine weiteren Beiträge zur Umrüstung auf die tegos-Premiumtür:

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