WoMo-Stellplatz Karlstadt am Main

Wie berichtet, bin ich gestern von Schöllkrippen (FraRon) weiter nach Karlstadt am Main gefahren, um mir den neuen Stellplatz im Stadtteil Mühlbach anzuschauen. Der frühere Platz am Karlstädter Mainkai ist dafür entfallen. Nun ist es ein wenig weiter bis in die Altstadt. Man muss halt über die Mainbrücke laufen (oder radeln). 

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Blick vom Stellplatz Richtung Altstadt

Der neue WoMo-Stellplatz liegt dennoch günstig und schön im Grünen am der Altstadt gegenüberliegenden Ufer. Rad- und Fußweg führen direkt vorbei. Zum Fluss hin breitet sich eine große Liegewiese aus, sofern sie nicht zum Hundeklo verunstaltet wird. Vereinzelt sieht man leider immer wieder Wohnmobilisten, die ihre Vierbeiner einfach loslaufen lassen. Auf das Eintüten der Hinterlassenschaften wird tunlichst verzichtet.

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Über dem Stellplatz in Karlstadt-Mühlbach: Die Ruine der Karlsburg

Der Platz selber ist gut befestigt. Der Fahrweg ist geteert, die ausreichend großen Stellflächen sind mit hellem Split bestreut und auch bei Regen nicht matschig. Es haben 17 WoMos Platz. Die Nacht kostet 9,00 € inkl. Entsorgung (WC, Grauwasser, Müll) und hervorragendem WLAN. Der Platz wirkt sehr gepflegt. Täglich sind freundliche Mitarbeiter der Stadtwerke da, pflegen die Bepflanzung und sorgen für Ordnung und Sauberkeit.

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Blick aus dem WoMo zum Main

Die positive Einstellung gegenüber den Wohnmobilgästen erkennt man beispielsweise auch an der freundlichen Bitte in Form eines Zettels, einen Parkschein zu lösen, wenn mal keiner vorgefunden wird. Ich hatte den Hinweis statt eines Strafzettels hinterm Scheibenwischer, nachdem ich nicht bemerkt hatte, dass der kleine Parkschein offenbar durch einen Luftzug so gedreht worden war, dass er von außen nicht mehr lesbar war. Ich muss mal einen Parkscheinhalter anbringen.

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Falls der Parkschein fehlt, gibt es eine freundliche Eronnerung.

Die V/E-Station ist auf dem Stand der Technik und angenehm zu benutzen. Dennoch beobachte ich während meines Aufenthalts jüngere Zeitgenossen mit einem neueren Wohnmobil, die immer wieder an den Zaun der Anwohner (Er), bzw. hinter die Büsche am Rande der Wiese (Sie) pinkeln. Am Morgen putzt man sich die Zähne vor der Tür. Das muss man mögen.

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Praktische V/E-Station am Stellplatz Karlstadt

Ich fürchte nur, dass die Anwohner aufbegehren, wenn sie gewahr werden, wozu ihr Gartenzaun herhalten muss, zumal das angrenzende Anwesen sehr gepflegt wirkt. Die Notdurft der Hunde würde ja reichen. Ist dieses gar nicht so seltene Verhalten solcher Wohnmobilnutzer mit Sparsamkeit oder Faulheit (um nicht das Klo putzen zu müssen) zu erklären? Leider wird es irgendwann wieder verallgemeinernd heißen: So sind die Wohnmobilisten! Oder man baut notgedrungen teure, eigentlich überflüssige Sanitärgebäude auf Stellplätzen, nur weil Einzelne nicht mit der eigenen Infrastruktur des WoMos klarkommen, bzw. sich nicht zivilisiert benehmen können/wollen.

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Benachbartes Anwesen
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Teilweise versperrt Buschwerk die Sicht auf den Main.

Weniger stört das Verhalten mancher Sparfüchse, oder besser gesagt Geizkrägen, die unmittelbar vor Abreise gießkannenweise Wasser in den Tank ihres WoMos kippen. Viele Male führt der Gang zur V/E-Station, um Wasser zu holen. Seit unserem Winteraufenthalt in Oberammergau kenne ich auch den Grund für diese Prozedur, die mir unsinnig und umständlich erschien, gerade weil die Leute doch anschließend oft eh zur V/E-Station fahren, um den Grauwassertank und/oder das Klo zu entleeren.

Das ist der Grund für die Schlepperei: Frischwasser ist nämlich in Kleinmengen oft kostenlos. Die Füllung eines größeren Tanks dagegen muss bezahlt werden, in Karlstadt mit 1 Euro für 80 Liter. Deshalb füllen offenbar manche Stellplatzbesucher ihre Gießkannen lieber aus dem Auslauf für die Spülung der Kassettentoiletten, statt den Wasser-Automaten zu füttern. Pfui Teufel! Wozu Geiz doch führen kann! Ich kann mich nur wundern.

Wie gesagt, solche Verhaltensweisen fallen mir zwar auf, aber sie stören mich nicht wirklich. Jedem Tierchen sein Plaisierchen! Außerdem stellen diese Zeitgenossen eine, wenn auch scheinbar wachsende, Minderheit dar.

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Mit dem Wohnmobilstellplatz Karlstadt hat die Stadt jedenfalls eine angenehme Bleibe für WoMo-Reisende geschaffen und ein weiteres attraktives Ziel unter den zahlreichen Stellplätzen am Main. So wünscht man sich einen guten Stellplatz. Er ist übrigens nachts bestens ausgeleuchtet. Darüber erstrahlt die illuminierte Ruine der Karlsburg.

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Gut beleuchtet: Stellplatz und Burgruine

Ich beschließe, je nach Wetterlage mindestens bis Donnerstag zu bleiben.

 


So schreibt das Promobil Stellplatz-Radar über den WoMo-Stellplatz Karlstadt:


 

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