Sonntagsbraten auf dem „Adamhof“

Am Sonntag wollten wir wieder mal in Falkenberg beim Kramer-Wirt Zoigl-Bier und unseren Sonntagsbraten genießen. Daraus wurde aber nichts, weil der Andrang so groß war, dass bereits vor 11.30 Uhr sogar der große Festsaal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Später erfuhren wir, dass man teilweise bis zu zwei Stunden auf das Essen hatte warten müssen. Wie so oft fuhren wir „notgedrungen“ weiter Richtung Neualbenreuth.😋  

Wir wollten ja ohnehin mal auf dem „Adamhof“ in Hardeck bei Neualbenreuth speisen. Dann eben gleich heute! Zum Draußensitzen war es zwar etwas frisch und windig, aber es gab hier auch einen Saal im 1. Stock, falls die Gaststube zu voll sein sollte. Wir konnten jedoch bei anderen Leuten an einem Tisch im Gastzimmer Platz nehmen.

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Die reichhaltige Speisenkarte kannten wir schon vom letzten Sonntag, als wir dort zum Nachmittagskaffee verweilt hatten. Lediglich Schäuferle war schon ausgegangen. Sonst gab es noch alle Gerichte. Ute wählte „Helmuts Wildsau“ mit Semmelknödeln und Blaukraut und ich bestellte frische Gänsebrust mit Reiberknödeln und statt Blaukraut einen Beilagensalat.

Dieses Mal war ich der Glücklichere und erwischte ein ausgesprochen leckeres Essen. Ute dagegen schmeckten die Semmelknödel nicht besonders.

Nach dem Mittagessen wollten wir an der tschechischen Grenze entlang nach Flossenbürg zur KZ-Gedenkstätte fahren. Ute zog es ins dortige Museumscafé zu Kaffee und Kuchen. Aber erneut kam es anders.

Zunächst brauchte ich Benzin. Da bot es sich an, in der Tschechischen Republik zu tanken, wo es vermeintlich etwas billiger sein musste. Also fuhren wir Richtung „Grenzübergang“ Mähring, von dem man heute, seit Tschechien EU-Mitglied ist, nicht mehr viel sieht. In Mähring lasen wir den Hinweis auf die St. Anna Kirche mit Aussichtsturm. Das schauten wir uns zuvor noch an.

Die St. Anna Kirche auf dem Pfaffenbühl wurde einst als Kapelle vom Heimatkreis Plan-Weseritz e. V. errichtet und bis heute zur Kirche erweitert. Auf Ihrem Aussichtsturm hat man bei schönem Wetter einen herrlichen Ausblick bis weit ins Nachbarland und über den Landkreis Tirschenreuth. Alljährlich findet am letzten Wochenende im Juli das „Anna-Fest“ in Mähring statt, zu dem sich die Vertriebenen aus dem Sudetenland (Heimatkreis-Plan-Weseritz) treffen.

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Infotafel bei der St. Anna Kirche zum Uranvorkommen in der nordöstlichen Oberpfalz

An der tschechischen Tankstelle gleich hinter der Grenze stellten wir fest, dass Superbenzin exakt genauso teuer war wie herüben in Deutschland: 1,395 €/l. Ich beschloss deshalb, es ein paar Kilometer weiter auch noch an der Tankstelle auf tschechischem Gebiet bei Bärnau zu probieren. Vielleicht konnte man dort ein paar Cent sparen, wenn man schon mal da war.

Fehlanzeige! Auch hier war der gleiche Preis ausgeschildert. Wenigstens kaufte ich im Tankshop noch tschechische Oblaten, eine süße Spezialität aus Marienbad, damit wir nicht ganz umsonst hergefahren waren. — Obwohl: Die Oblaten gibt es natürlich auch im Internet. Sogar etwas billiger!🤭

Nach dem Tanken cruisten wir noch gemütlich zum Sightseeing nach Tachov (Tachau) und steuerten dann Bärnau an. Hier besuchten wir den Geschichtspark Bärnau-Tachov mit dem Museumslokal Brot&Zeit und ersparten uns die Weiterfahrt zum Museumscafé in Flossenbürg, denn Kaffee und Kuchen gab es hier auch.

Der Geschichtspark lädt ein zu einer Zeitreise in das mittelalterliche Leben des 9. bis 13. Jahrhunderts. Beim Rundgang durchstreift man ein frühmittelalterliches slawisches Dorf, erklimmt eine imposante Turmhügelburg des 11. Jahrhunderts und gelangt schließlich in eine hochmittelalterliche Siedlung. Die Anlage verändert sich ständig, laufend entsteht Neues.

Im modern gestalteten Museumslokal gab es dann den Nachmittagskaffee per Selbstbedienung: Ute nahm eine tschechische Kuchenspezialität + Cappuccino, ich einen Eiskaffee.

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Auf der Heimfahrt mussten wir dann wegen eines schweren Verkehrsunfalles bei Plößberg eine längere Umleitung über Floß inkauf nehmen.

 

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