„Roter Ochse“, historisches Wirtshaus in Falkenberg

Das denkmalgeschützte Haus, in dem wir gestern zum Schlachtschüsselessen waren, wurde 1166 erbaut und zunächst als landwirtschaftliches Gut unterhalb der Burg im Markt Falkenberg (Landkreis Tirschenreuth) geführt. Als Gasthof fand es erstmals Erwähnung in Jahr 1492. Kaiser Maximilian I. verlieh dem Besitzer Mayr im Juli 1498 den Wappenbrief.  

6A972459-65C0-447E-B191-ED71D768525D

Das Gastzimmer mit dem nachträglich eingezogenen, mächtigen Balken zur Deckenstabilisierung und dem antiken, jedoch bis heute funktionstüchtigen Kachelofen aus dem Jahre 1724, existiert als solches seit Anfang des 20. Jahrhunderts.

Der Nebenraum aus Gewölbe mit Wandzeichnungen der Burg Falkenberg, in dem wir heute speisten, entstand in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts aus der Küche und der alten Schlafkammer. Außerdem wurde der alte Kamin stillgelegt, an dessen Stelle trat die „neue“ jetzige Theke, die sich vorher im Gastraum befand.

Der historische Gasthof befindet sich nun in 5. Generation im Besitz der Gastwirtsfamilie Pröckl. Mehr Infos und Fotos auf der Homepage des „Roten Ochsen“

Wir fanden im o. g. Nebenraum an einem Tisch bei zwei Personen Platz, die gerade mit dem Essen fertig waren. Es war schon 13.45 Uhr, aber der Gastraum immer noch voll besetzt. Die Speisenkarte stand unter dem Motto „Alles vom Schwein“. Dazu gehörten auch seltener servierte Innereien wie Herz und Niere. Aber natürlich waren ebenso gebratene Schweinshaxen im Angebot. Wir entschieden uns für die „Schlachtschüssel“, bestehend aus Blut- und Leberwurst, Kesselfleisch, Sauerkraut sowie Dotsch (für Nichtoberpfälzer: Reibekuchen) und ZoiglBier gegen den Durst.

70D5C5AA-CF81-4040-BEA9-9B0E49F8F74F
Der Dotsch deckt Kesselfleisch und Sauerkraut zu.

Es schmeckte wie bei Muttern (in positivem Sinne), aber das Ganze war mir etwas zu reichlich. Die Leberwurst packten wir ein. Die strich ich am Abend daheim aufs Brot. Für Kaffee und Kuchen war heute kein Platz mehr.

Der historische Gasthof „Roter Ochse“ in Falkenberg ist eine Empfehlung wert. Parken kann man entweder im Hof oder in der Nähe am Straßenrand, bzw. an der Kirche oder unterhalb der Burg. Für größere WoMos wird das Parken u. U. etwas schwierig.

Hier noch der bis 8. Januar 2019 gültige Link zum Video einer Sendung des Bayerischen Fernsehens: „Der historische Gasthof in der Burg“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.