Kirwa-Gans und Nachtfrost

In Bayern findet seit Freitag bis heute (Montag) das Kirchweihfest statt, und zwar in den Pfarreien, die das tatsächliche Weihedatum ihrer Kirche nicht kennen. In der nördlichen Oberpfalz und dem östlichen Franken heißt dieses Fest „Landkirwa“. Auch wir wollen zumindest lukullisch teilhaben und fahren gestern gegen Abend in das Dörfchen Wilchenreuth, wo beim Dorfwirt „Sommer“ ebenfalls „Kirwa“ gefeiert wird, was in erster Linie gut essen und trinken bedeutet. Ute und ich hoffen, noch eine Portion Kirchweihgans zu erwischen.  

Der Andrang ist groß. Ums Wirtshaus herum steht alles voller Autos. Aber wir haben Glück und finden sowohl einen Parkplatz am Straßenrand als auch anschließend einen von zwei noch freien Tischen in der Gaststube, bzw. im Saal.

Erfreulich: Es ist noch Gänsebraten da. Wir bestellen jeder ein Gansviertel: Ute das hintere Stück mit Schlegel, ich das Bruststück mit Flügel. Eine gute Stunde müssen wir warten, bis das Essen kommt. Der leckere Beilagensalat soll die Zeit überbrücken.

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Ganz zufrieden sind wir am Ende nicht. Der Geschmack ist zwar nicht schlecht, aber das dürre Tier scheint zu viel gelaufen zu sein. Der Geschmacksträger Fett fehlt völlig, und das sehnige Fleisch löst sich nur äußerst schwer vom Knochen. 14,50 € erscheinen da fast als zu teuer für das Gebotene. Immerhin: Soße, Knödel und Salat sind okay.

Das extrem magere Fleisch ist wohl ein Tribut an den Zeitgeschmack und an Kalorienzähler. In der Regel stammen die Gänse vom eigenen Hof oder von Bauern aus der Gegend, wo sie freilaufend gehalten werden. Mir persönlich sind polnische Gänse aus der Gefriertruhe, die wir uns ein oder zwei Mal im Jahr selbst zubereiten, wesentlich lieber. Seltsamerweise stimmen da Geschmack und Qualität des Fleisches.

Am 19. Dezember veranstaltet unser Keglerstammtisch wie jedes Jahr ein Weihnachts-Gansessen, bzw. ein Gänsebrustessen bei einem Wirt in Kaimling. Ich bin gespannt, wie das heuer ausfällt. Die vergangenen Jahre war es stets sehr lecker. Und das soll es auch sein, wenn man schon „sündigt“ und so schlemmt. 😋

Als wir heimfahren, ist es schon dunkel, und die Sterne funkeln. Die Nacht wird kalt werden. Vorsorglich aktiviere ich im WoMo den Frostschutz. Dazu stecke ich Landstrom an und stelle das Thermostat der Alde-Heizung auf etwa 5°C Raumtemperatur. Geheizt wird bequemerweise mit der 1000 W Elektroheizpatrone. Am Morgen stelle ich fest, dass die Quecksilbersäule in der Nacht bis auf -2°C gefallen war.

Dafür ist der heutige Kirwa-Montag erneut ein strahlend sonniger Tag ohne ein Wölkchen am leicht dunstigen Himmel. Das schöne Wetter geht weiter. Ein oder zwei Tage gab es mal Hochnebel, aber seit Wochen keine Niederschläge. Allerdings soll es sich heute Nachmittag noch bewölken. Hoffentlich regnets auch mal wieder.

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Blick aus dem Wohnzimmerfenster
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Blick in den Garten

 

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