Daten der Bordstromversorgung am Smartphone überwachen

Ganz neu ist das nicht, was Votronic seit kurzem mit seinem Bluetooth Connector und der zugehörigen App Energy Monitor anbietet. Ähnliches gibt es bereits von Mitbewerbern wie Victron Energy. Es handelt sich um die Anzeige der wichtigsten Daten von Bordbatterie und Solaranlage auf dem Smartphone. Es war an der Zeit, dass auch Votronic eine Nachrüstlösung auf den Markt brachte, die den Kunden diesen Zusatzkomfort per Bluetooth bietet. Über AMUMOT hatte ich die kleine Box bestellt. Gestern kam sie per UPS und wurde gleich von mir installiert.  

Der Votronic Bluetooth Connector SBC dient als Schnittstelle zwischen Solarregler, Batterie-Computer und Smartphone oder Tablet. Mit der dazugehörigen App Energy Monitor kann der Zustand der Bordbatterie(n) und der Photovoltaik-Anlage in Reisemobilen, Caravans, Booten, Sonder- und Einsatzfahrzeugen auf einem Smartphone angezeigt, graphisch dargestellt und ausgewertet werden.

So bringt es Votronic auf einen knappen Nenner. Und so funktioniert das kleine schwarze Kästchen laut Betriebsanleitung:

Der Bluetooth Connector S-BC zeichnet Daten von einem Votronic Solar-Regler (ab 2013) und / oder einem Votronic Smart-Shunt (z.B. LCD-Batterie-Computer S) in seinem internen Speicher auf und stellt diese, sowie aktuelle Zustände der Votronic Energy Monitor App per Bluetooth zur Verfügung.

Auf diese Weise können die gesamten Informationen der Bordbatterie, wie Spannung, Lade- bzw. Entladeströme und die Restkapazität, als auch alle Daten der Solar-Anlage, wie Solarstrom, Solarertrag und Leistung komfortabel über das Smartphone oder Tablet abgelesen und kontrolliert werden. Die gewohnten LCD-Anzeigen (z.B. LCD-Solar-Computer S) bleiben erhalten.

Sogar die Ausgabe der Daten als CSV-Datei für eigene Analysezwecke ist möglich.

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Anschlussschema (Grafik: Votronic)

Hier die Vorteile der Votronic Bluetooth-Lösung aus meiner Sicht:

  • Kompatibel zu meinem LCD-Batterie-Computer S mit Smart-Shunt
  • Kompatibel zu meinem Votronic Solar-Laderegler MPP 350 DuoDig mit LCD-Solar-Computer S
  • Solar- und Batterie-Informationen über ein gemeinsames Kommunikationsmodul (Dual-Mode)
  • Einfache Installation (Plug & Play), nachrüstbar
  • Kompakte Bauform und minimaler Stromverbrauch
  • Verbindung via Bluetooth 4.0 (2,4 GHz)
  • Reichweite bis 50 m im Freien (theoretisch)
  • Kostenlose App Energy Monitor für meine iOS-Geräte
  • Überwachung der Bordstromversorgung daheim vom Wohnzimmer aus

Die Installation war denkbar einfach. Von beiden Anzeigegeräten (Batteriecomputer und Solarcomputer, siehe Titelfoto) wird das Kabel abgezogen und stattdessen an der Bluetooth Connector Box angeschlossen. Mittels zwei beiliegender Kabel verbindet man die Box mit den Anzeigedisplays.

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Am Größenvergleich mit meiner relativ kleinen Hand erkennt man, wie kompakt die Box gebaut ist.

Die zugehörige kostenlose App Energy Monitor habe ich zunächst aus dem Apple AppStore auf iPhone und iPad downgeloadet. Dann müssen die Geräte „gekoppelt“ werden. Dazu wird die Taste „Key“ auf der Box kurz gedrückt. Nach erfolgreichem „Bonding“ (Koppeln) kann das Smartphone oder Tablet mittels Code eine Verbindung herstellen. Die Daten werden auf dem Display dargestellt.

Links das Display für die Anzeige der Batteriecomputer-Daten, rechts die Anzeige der Solarcomputer-Daten, jeweils mit 24-Std.-Grafik (umschaltbar auf 7 Tage oder 30 Tage)! Der Solarcomputer misst allerdings nur die Leistung meines 190Wp-Moduls, weil die anderen drei Solarmodule am Morningstar Laderegler hängen. Der effektive Ladestrom aller Ladequellen nach Abzug evtl. Verbraucher wird jedoch aufsummiert vom Batteriecomputer erfasst. Das linke Display ist also für mich das wichtigere, zumal es auch die Spannung der Starterbatterie anzeigt.

Wie man auf den Fotos sieht, war bei der Aufnahme die aktuelle Ladeleistung gering (2,7 A, nach Abzug evtl. aktiver Verbraucher), was vor allem auf die trübe Witterung (s. Foto unten) zurückzuführen war. Auch die Spannungslage der Starterbatterie ist wie gesagt ablesbar: hier 13,0 V mit aktivem Standby-Charger! An der Grafik kann man zudem schön erkennen, dass sich der Ladezustand der LiFeYPO4-Bordbatterie während des Messzeitraums in einem relativ „gesunden“ Bereich bewegte: um 80 % herum.

Die Fernüberwachung der Bordstromversorgung im WoMo vom Haus aus gelingt nur bedingt. Da der Nluetooth-Connector verdeckt im Kleiderschrank montiert ist und die Funkreichweite dadurch deutlich begrenzt wird. Ich muss mich zum Abruf der Energy Monitor Daten ans Wohnzimmerfenster stellen (wie auf dem Foto inten), um eine stabile Bluetoothverbindung zu ermöglichen.

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Die trübe Witterung verhindert einen höheren Solarertrag. — Das Foto vom Wohnzimmer aus verdeutlicht die tatsächliche Bluetooth-Reichweite durch Kleiderschrank- und Karosseriewand (Alusandwich) hindurch bis zum Wohnzimmerfenster.

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