„Grauer Star“ (Katarakt) operiert

Gestern war ich nun endlich dran zur Operation meines „Grauen Stars“ am linken Auge. Schon vor mehreren Jahren hatte der Augenarzt „beginnenden Grauen Star“ diagnostiziert. Während des letzten Jahres nun hatte sich mein Sehvermögen deutlich verschlechtert. Durch das linke Auge blickte ich wie durch Milchglas. Dadurch wurde meine räumliche Sicht insgesamt erheblich gestört.  

Außerdem hatte ich schon länger mit erhöhter Blendempfindlichkeit und schlechtem Kontrastsehen zu kämpfen, was mich vor allem bei ungünstigen Lichtverhältnissen wie nächtlichen Autofahrten behinderte. Das waren offensichtlich Auswirkungen, die typischerweise mit dem „Grauen Star“ einhergehen.

Was ist eigentlich Grauer Star? — Dr. med. Gamringer schreibt auf der Homepage u. a.:

… Im menschlichen Auge sorgt die Linse dafür, das ins Auge einfallende Licht auf die Netzhaut zu bündeln. Diese Linse unterliegt im Laufe des Lebens einer fortschreitenden Trübung, die bei einigen Menschen zu einer Sehverschlechterung führen kann. Ist dies der Fall, spricht man vom Grauen Star. Die einzige Möglichkeit, diese Erkrankung zu behandeln, ist eine Operation, bei der die trübe natürliche Linse aus dem Auge entfernt und eine klare Kunstlinse ins Auge eingesetzt wird. …“

Diese Prozedur erwartete mich gestern in der Augenklinik in Weiden unweit der Augenärztlichen Praxis Dr. Gamringer & Partner. Wie habe ich die Katarakt-OP erlebt?

Bei einer umfangreichen Voruntersuchung war vergangene Woche das Auge u. a. präzise vermessen worden, insbesondere die Linse, die ersetzt werden soll.

Um 08.00 Uhr sollte ich da sein. Ute chauffierte mich. Sie wollte in der Stadt Erledigungen machen, bis sie mich in zwei bis drei Stunden wieder abholen konnte.

An der Rezeption ging alles recht flott. Ich überreichte die Laborwerte meines Hausarztes, unterschrieb die obligatorischen Formulare und wurde in einen Nebenraum gebeten, wo mehrfach in das betroffene linke Auge eingetropft wurde.

Nach etwas Wartezeit sah sich dann die Augenchirurgin, Dr. Monika Gamringer-Krohe, mein Auge im Arztzimmer nochmals an. Dann ging es auch schon in den OP-Bereich.

In einem kleinen Vorraum wurde ich OP-grün eingewandet: Umhang, Kopfbedeckung, Überschuhe. Ich musste noch eine Tablette für irgendwas nehmen, die Hände desinfizieren und dann im Wartebereich auf einem hochtechnischen OP-Stuhl Platz nehmen. Mehrere Patienten warteten ebenfalls bereits.

Nach ein paar Minuten kamen zwei Anästhesisten und erklärten, meine OP vorzubereiten. Dazu werde das Auge gereinigt, desinfiziert und mit speziellen Tropfen örtlich betäubt. Auch wurde vorsorglich ein Venenzugang am Handgelenk gelegt. Darüber könne der Anästhesist bei Bedarf einspritzen und einen Dämmerschlaf herbeiführen.

Im OP-Saal wurde dann eine Folie auf das Gesicht geklebt, sodass nur das Auge frei blieb. Ich merkte zwar, dass am Auge gearbeitet wurde, aber das Ganze verlief völlig schmerzfrei. Wie man mir schon vor Tagen im Vorgespräch erklärt hatte, wurde das Auge in Kleinschnitttechnik wenige Millimeter eröffnet und danach die getrübte Linse mit einem Ultraschallverfahren aus dem Auge entfernt. Die natürliche Hülle der Linse, der so genannte Kapselsack, verblieb im Auge. Anschließend wurde die Kunstlinse in den Kapselsack implantiert.

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Auch nach der OP traten und treten bislang keinerlei Beschwerden auf. Nach etwa einer Viertelstunde Ruhezeit darf man nach dem Eingriff sofort nach Hause gehen. Zum Schutz des Auges wird eine nach außen gewölbte Plastikkappe über das Auge geklebt.

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Mit Klebebändern befestigte Plastik-Schutzschale

Außerdem erhält man an der Rezeption noch Tropfen für die drei Tage nach der Operation, Verhaltensregeln in Schriftform und ein Rezept für Tropfen, die vier Wochen lang 4x täglich ins Auge geträufelt werden müssen.

Heute und künftig einmal pro Woche muss ich zur Nachuntersuchung erscheinen. Die heutige Bewertung des OP-Ergebnisses, unabhängig voneinander durch eine Ärztin und einen Arzt, fiel positiv aus. Es scheint alles in Ordnung zu sein. Ich selbst empfinde das Bild des linken Auges etwas heller und mit kälterer Farbgebung, allerdings nicht ganz so scharf wie das rechte. Das ändere sich noch, sagte man mir. Es befänden sich noch Salbenreste auf der neuen Linse. Die würden nach und nach verschwinden. Es sei ja erst ein Tag vergangen.

Auf alle Fälle sehe ich auch heute schon viel besser als vorher, d. h. ich sehe überhaupt wieder mit dem linken Auge, das ja so gut wie blind war. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Ein wenig befürchte ich ja, dass die Netzhaut nicht mehr optimal ist, nachdem vor Jahren bereits eine Makula-Degeneration diagnostiziert und per Laser und Injektionen therapiert worden war.


(Quelle Fotos: Augenallianz-Zentren Nordostbayern Dr. Gamringer + Partner)

 

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