Kühlgefrierkombi BOSCH KAD92AI30: Erste Erfahrungen!

Mit unserer neuen Küche war 2010 ein Sidebyside-Kühlgefrierkombi von NEFF geliefert worden. Nach nur acht Jahren wurde das bereits defekte Gerät jetzt abgelöst durch ein fast baugleiches Modell von BOSCH. Bei beiden Fabrikaten erwarben wir das jeweilige Spitzengerät der Serie. Was ist beim aktuellen SBS von BOSCH anders als wir es vom NEFF gewöhnt waren?  

Um es vorweg zu nehmen: Auf den ersten Blick nicht viel! Hier der alte und der neue SBS im Bild:

Rein äußerlich sind sich die beiden sehr ähnlich. Die Abmessungen sind absolut identisch. Man muss schon genau hinsehen, um Unterschiede zu erkennen:

  • Türen Edelstahl mit Anti-Fingerprint, beim BOSCH spiegelt die Oberfläche etwas mehr.
  • Seitenwände Chrome-Inox (rostfrei), beim Vorgänger aus poliertem Edelstahl wie die Türen. Die matte Inox-Oberfläche ist mir sympathischer als das lackierte Blech vieler Geräte.
  • Anzeige- und Bediendisplay jetzt auf LCD-Basis, davor rotes LED-Display.
  • Spender für Eiswasser-/Eiswürfel-/Crushed Ice etwas praktischer gestaltet sowie andere Materialwahl (glänzender Kunststoff und Edelstahlrost, NEFF: alles Edelstahl).
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Für mich persönlich wichtiges, viel genutztes Ausstattungsmerkmal: Wasser- und Eisspender unterhalb des Bedien-/Anzeigedisplays

Sonst sind optisch keine Unterschiede zu erkennen. Akustisch fällt sofort auf, dass der BOSCH KAD92AI30 flüsterleise arbeitet. Im Vergleich dazu war der NEFF eine Krawallkiste, die ständig laut brummte und dröhnte.  Das war auch beim Neugerät schon so gewesen. Auf meine Reklamation hin erfuhr ich  damals, dass das normal sei. War es wohl doch nicht! Jetzt hört man nur noch das gelegentliche Fallen eines Eiswürfels in den Einwürfelbehälter.

An der LCDBedienund Anzeigeeinheit finden sich die gleichen Funktionen wie beim LED-Bauteil des Vorgängers. Folgendes ist hier einstellbar und/oder wird angezeigt:

  • Soll-Temperaturen von Kühl- und Gefrierabteil (leider nicht die aktuell herrschenden Temperaturen!)
  • Superkühlen und Supergefrieren
  • timer mit Alarmfunktion
  • eco-Betrieb zum Energiesparen (+6°C, -16°C statt +4°C und -18°C)
  • vacation (Urlaubsmodus)
  • clock (Uhrzeiteinstellung)
  • IWD off (Ausschalten der Eis- und Wasserbereitung)
  • filter change (Austausch der Wasserfilterpatrone)
  • Sabbat-Modus
  • Warntöne abschalten
  • Geräte-Selbsttest
  • Einrichten von HomeConnect (beim NEFF nicht vorhanden)

Außerdem befinden sich hier die Bedientasten für die Wasserund Eisausgabe sowie die zugehörige Beleuchtung (Dauerbetrieb schaltbar).

Die LCD-Technik des Displays dürfte gegenüber dem früheren LED-Display dem Energiesparen dienen, um die Energieeffizienzklasse A++ einzuhalten, was bei ununterbrochenem Betrieb einen Verbrauch von 348 kWh pro Jahr verspricht. Man kann wohl von etwa 1 kWh in 24 Std. ausgehen.

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NEFF: $Ambiente“-Kühlraumbeleuchtung indirekt von hinten
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BOSCH: Weniger Ambiente durch schlichtes, aber helles LED-Licht

Öffnet man eine der Türen des BOSCH, stellt man auch hier fest, dass die luxuriöse Ambientebeleuchtung des NEFF der Energieeffizienz geopfert wurde. Die neue Beleuchtung durch zwei helle LEDs erfüllt zwar ihren Zweck  – aber auch nicht mehr. Bleibt die Tür zu lang geöffnet, ertönt ein Warnton. Der Öffnungswinkel scheint etwas kleiner als beim Vorgänger zu sein.

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Schlichte LED-Beleuchtung hilft Energie zu sparen.

Die Inneneinrichtung entspricht weitgehend der des NEFF. Die Fächer für die beiden mitgelieferten Kühlakkus fehlen allerdings beim BOSCH. Kein Problem! Auf der Eiswürfelschublade neben dem Eiserzeuger ist genügend Platz.

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Auf der Eiswürfelschublade liegen zwei Kühlakkus bereit.

Angesichts der sehr großen Ähnlichkeit der neuen SBS Kühlgefrierkombination mit der alten haben wir uns rasch an den Umgang damit gewöhnt und sind sehr zufrieden vor allem mit der geringen Geräuschentwicklung und der genauen Einhaltung der eingestellten Temperaturen.

Für eine exakte Anzeige der aktuellen Temperaturen in den beiden Abteilen habe ich wieder Messfühler von Pearl aufgestellt, welche die tatsächlichen Temperaturwerte (Ist-Temperaturen) an ein Anzeigedisplay senden, das ich an der Inox-Seitenwand magnetisch fixiert habe, denn das Bediendisplay zeigt, wie beim NEFF, wieder nur die eingestellte Soll-Temperatur an.

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Externes Display mit aktueller Kühlraumtemperatur (T1) und Gefrierraumtemperatur (T2)

Wie beim alten NEFF dient uns die linke Seitenwand auch beim BOSCH wieder als Magnettafel, wo Notizen und Termine ihren Platz finden.

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Vorläufiges Fazit: Die amerikanische Side-by-Side Kühlgefrierkombination von BOSCH sieht wertig aus, bietet viele Funktionen, arbeitet geräuscharm und kühlt sehr gut auf exakt die eingestellte Temperatur herunter.

Bleibt zu hoffen, dass der teure BOSCH KAD92AI30 länger störungsfrei durchhält, als der Vorgänger von NEFF! Falls ich HomeConnect in Betrieb nehme, werde ich berichten.

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