Fünf auf einen Streich!

Im Beitrag vom 10. November 2019 hatte ich die Extrahierung von vier Zähnen mit entzündeten Wurzeln für Anfang Dezember in Aussicht genommen, damit unsere Winterreise nicht beeinträchtigt werde. Nun ist es anders gekommen.

Beim Besprechungstermine mit dem Kieferchirurgen Mitte November erzähle ich ihm von meinen seit Monaten bestehenden Kieferhöhlenproblemen und meinen diesbezüglich getroffenen Maßnahmen. Daraufhin bittet er um die CT-Aufnahme vom August, die ich ihm dann beim nächsten Besuch wenige Tage später in Form einer CD mitbringe.

Gut, dass ich im August auf eigene Initiative beim Radiologen war, und gut, dass Dr. Dr. Moralis, als einziger der im Laufe der Monate konsultierten Ärzte, sich für die CT-Aufnahme interessiert und sie zu Rate ziehen will! Denn es gibt eine Überraschung: Während auf dem Digitalröntgenbild des Zahnarztes „nur“ vier entzündete Zahnwurzeln sichtbar sind, entdeckt der Kieferchirurg einen fünften nicht erhaltungswürdigen Zahn. Neben der Wurzelentzündung wird zudem an dieser Stelle eine Zyste in der rechten Kieferhöhle erkennbar. Ich fürchte, der Fremdkörper sitzt da schon länger.

Konsequenz: Es sind fünf statt vier Zähne zu entfernen. Zur Entfernung der Zyste muss zudem die Kieferhöhle geöffnet werden. Das bedeutet, anschließend drei Wochen lang kein Schnäuzen! Sehr unangenehm!

Ich verschiebe den OP-Termin vorsorglich auf 16. Januar 2020, also hinter die Winterreise, um mit dem anschließenden Genesungsprozess nicht die Weihnachtstage zu tangieren und womöglich die Winterreise zu gefährden.

Inzwischen ist die immerhin einstündige OP gut überstanden. Mein Knochen- und Zahnmaterial sei extrem hart, begründete der Chirurg die lange Dauer des Eingriffs. Drei der Zähne seien nach fünf Minuten gezogen gewesen. Bei den anderen beiden habe er viel fräsen müssen, was gut 50 Minuten gedauert habe.

Dennoch geht es mir gut. Ich hatte und habe keine Schmerzen, keine nennenswerte Schwellung und kein blaugrünes Gesicht, wie es häufig der Fall sei nach solch massiven Eingriffen. „Gute Arbeit!“ lobt der Zahnarzt den Kieferchirurgen.

Morgen werden bei Dr. Dr. Moralis die Fäden gezogen. Eine Woche später will der Zahnarzt, Dr. Ermer, ein Zahnersatzprovisorium anfertigen. Dann kann ich hoffentlich wieder unter die Leute gehen, ohne jemanden zu erschrecken.😬 Der vollständige Heilungsprozess dauert dann noch rund vier Monate. Erst danach darf der endgültige Zahnersatz angepasst, bzw. im Kiefer verankert werden.

Vor allem aber hoffe ich, dass die Glieder- und Gelenkschmerzen sowie das unangenehme Empfinden im Mund-Rachen-Bereich bald der Vergangenheit angehören.

4 Gedanken zu “Fünf auf einen Streich!

  1. Hallo Herr Hayn,
    grade gelesen. Freut mich, dass Sie dies gut überstanden haben.
    Hatte auch Probleme mit meinem Zahnarzt. Geldgieriger als der geht nimmer.
    Bin jetzt auf der Suche nach einem Neuen. Vielleicht Ungarn. Habe eine ungarische
    Brücke seit locker (wenn nicht länger als 20 Jahre) einwandfrei. Man muss halt den richtigen finden.
    Wir telefonieren.
    Alles Gute.
    W.S. Wien

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