Im Unterfränkischen

Am Faschingssamstag tagte das ARV-Präsidium in Bad Kissingen. Nachdem ich aus gesundheitlichen Gründen bereits an zwei Veranstaltungen nicht hatte teilnehmen können, wollte ich dieses Mal als Vizepräsident unbedingt wieder dabei sein, obwohl mir kürzlich erst fünf Zähne extrahiert worden waren. Damit es nicht zu anstrengend würde, wollte ich nicht an einem Tag hin- und zurückfahren. Also war das Wohnmobil erste Wahl für die kleine Reise ins Unterfränkische.

Da der Wohnmobilstellplatz Bad Kissingen derzeit wegen Umbaumaßnahmen nicht zur Verfügung steht, wich ich auf den 16 km entfernten Platz in Hammelburg aus und ließ mich von dort zur Sitzung abholen.

(Quelle: Promobil Stellplatz-Radar)

Hammelburg liegt für zwei Präsidiumskollegen aus dem Raum Rhein-Neckar und Frankfurt auf der Route nach Bad Kissingen, sodass die Abholung kein Problem darstellte.

Die Stellflächen für Wohnmobile liegen am Rande eines großen Pkw-Parkplatzes an der Saale unweit des Hammelburger Stadtzentrums.

Außerdem hatte ich mich mit Harald, einem befreundeten Wohnmobilisten und Leser meines Blogs verabredet, um ein bisschen über Wohnmobiltechnik, Optimierungsmöglichkeiten, Erfahrungen und Reisevorhaben zu plaudern. Dabei war auch die eMobilität ein Thema, nachdem ich mir ja einen eGolf bestellt habe. Auch ein Restaurantbesuch gehört stets zu unseren sporadischen Treffen.

Haralds schicker Laika und mein alter FlairLIFE

Am Freitagnachmittag startete ich von Neustadt und war drei Stunden später in Hammelburg, wo Harald schon seine Position auf dem Stellplatz eingenommen hatte. Ich parkte daneben. Eigentlich wollten wir zum Abendessen in ein Restaurant, aber die für mich fußläufig erreichbaren waren alle ausgebucht. Also gab es eine Kleinigkeit aus der Bordküche.

Samstag war Sitzungstag für mich. Gegen Mittag holte mich ARV-Prädident Rainer Schmid in Hammelburg ab. Erstes Ziel war das Forsthaus Klaushof bei Bad Kissingen. Hier fand das Mittagessen statt. Das Restaurant ist auch ein Tipp für Wohnmobilisten: Gute Parkmöglichkeiten, hervorragende Küche, Wildpark.

Mir stach das fränkische Schäufele auf der Speisenkarte ins Auge, doch leider stand dabei: Schäufele und Bauernente ab 18.00 Uhr! Dennoch versuchte ich beim Ober mein Glück und fragte, ob die fränkische Spezialität ausnahmsweise schon jetzt zu bekommen sei. Ich hatte Glück. Eine größere Gesellschaft hatte für den Faschingssamstag Schäufele bestellt. Von diesem Kontingent könne man bis zu neun Portionen abzweigen. So konnten drei von uns dieses lukullische Highlight genießen. Ich hatte lange kein so leckeres Stück Braten verzehrt. Ob Fleisch, Soße, Knödel, Wirsinggemüse, alles passte bestens! Empfehlung!👍

Schäufele mit Kloß

Anschließend fand an der Dienststelle Bad Kissingen des ARV Unterfranken wie geplant die Präsidiumssitzung des ARV-Bundesverbandes (BdARV) statt. Die Teilnehmer kamen aus Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, der Oberpfalz und Unterfranken.

Nach der Sitzung brachte mich Kollege Schmid wieder nach Hammelburg zu meinem Wohnmobil. Harald und ich sprachen am Abend u. a. über das Thema eAuto, das in der Gesellschaft recht kontrovers und vielfach behaftet mit alten Vorurteilen diskutiert wird.

Dennoch habe ich mir nun nach ausgiebiger Information einen Volkswagen eGolf bestellt, speziell als Ersatz für Utes 17 Jahre alten VW Polo. Herstellernachlässe und staatliche Umweltboni machen das seit sieben Jahren gebaute, nun auslaufende, bewährte Modell auch für Otto Normalverbraucher bezahlbar. Der Nachfolger, VW ID.3, steht nämlich schon in den Startlöchern. Ute ist der unauffällige, ihrem Polo ähnlichere eGolf jedoch lieber.

Einen der letzten eGolf habe ich bestellt. Er soll im Juli in der Gläsernen Manufaktur Dresden gebaut werden. Dort werden wir ihn dann abholen.
Welche Instrumentierung im Cockpit soll ich wählen: analog-digitales Kombiinstrument (oben) oder volldigitales Info-Display (unten)? Solche und ähnliche Fragen diskutierte ich mit Harald. (Fotos: VW)

Der Sonntag stand unter dem Eindruck eines schweren Sturmes, der über das Land zog, gepaart mit starken Regenfällen. Man konnte kaum vor die Tür, aber die Gesprächsthemen gingen uns nicht aus, bis wir am Abend ein kleines italienisches Restaurant, die Pizzeria Saim, am Marktplatz in Hammelburg aufsuchten. Harald hatte vorsorglich reserviert. Er genehmigte sich eine Pizza Speciale, ich Calamari Fritti. Beides schmeckte recht lecker.

Pizza Speciale
Calamari Fritti

Bis zum Rosenmontagmorgen flaute der Wind ab. Dafür regnete es zeitweise in Strömen. Gegen Mittag traten wir die Heimreise an. Harald hatte knapp 400 km vor sich, bei mir waren‘s etwa 212.

Mein Heimweg über Schweinfurt, Bamberg und Bayreuth nach Neustadt a. d. Waldnaab bei Weiden in der Oberpfalz

Morgen ist Aschermittwoch. Da gehen wir traditionell zum Fischessen. Dieses Mal nach Tännesberg ins Hotel Post, wo ein großes Fischbüffet angeboten wird.

4 Gedanken zu “Im Unterfränkischen

      1. Moin,
        Ich bin gerade am fasten 😦 aber bei deinen Bildern bekomme ich extrem Appetit:) Ihr seid aber auch immer sehr oft am „Genießen“

        Ade
        Joe

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