„Werkstatttour“, Tage 6 und 7: N+B Polch

Am Donnerstagmorgen um 07.00 Uhr stehe ich erneut bei N+B vor dem Werkstor. Schrecklich, diese Frühaufsteherei! Am Vormittag soll der Spoiler montiert werden. Bis gegen 16.00 Uhr müssen die Verklebungen anschließend noch aushärten. Die Wartezeit verbringe ich mit Harald vor seinem WoMo auf dem gut besuchten Stellplatz. Man merkt, dass zu Coronazeiten viele Wohnmobilisten ihren Urlaub im eigenen Land verbringen. Ein paar Holländer sind auch dabei.



Es ist die meiste Zeit sonnig und warm. Gegen 15.00 Uhr tritt Harald die Heimreise an, und ich verbringe noch eine Stunde in der Besucherlounge von N+B bei einem Latte Macchiato. Dann ist es vollbracht. Das fertiggestellte WoMo wird mir auf dem Betriebsgelände von Dirk Kunz übergeben. Von einer aufgestellten Plattform aus kann ich das Arbeitsergebnis seiner Leute genau begutachten.

Wenig später stehe ich wieder auf dem Kundenstellplatz an der Westseite des Betriebsgeländes. Da war gerade noch eine Stellfläche frei. Glück gehabt, weil offenbar Werksangehörige intelligenterweise nichtzugelassene Neufahrzeuge dort abstellen. Der allgemeine Stellplatz war ebenfalls bereits um 16.30 Uhr überfüllt.

Der kleine Werkstattkunden-Stellplatz wird teilweise mit Neufahrzeugen belegt, weswegen Kunden trotz Reservierung sich häufig anderswo einen Parkplatz suchen müssen.

Die neue Heckoptik meines FlairLIFE sieht wieder aus wie damals beim Kauf des Neufahrzeuges im Jahre 1997. Vor allem befinden sich jetzt wieder Wasserablauflöcher (3) im GFK-Spoiler. Ich hoffe, die Pfützenbildung auf dem Dach wird durch die Ablauföffnungen derart beeinflusst, dass sich beim Bremsen nach Regen keine Sturzbäche mehr über die Windschutzscheibe ergießen und vor allem der Wasserspiegel auf dem Dach nicht mehr so hoch steigt, dass ungünstigenfalls Wasser in die Rahmen der Dachfenster laufen und später ins Fahrzeuginnere tropfen kann. Inzwischen habe ich am Samstag bei Starkregen festgestellt, dass vor allem der mittlere Ablauf über der Heckkamera gut funktioniert. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.

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VORHER (oben) — NACHHER (unten)

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N+B lässt sich natürlich angemessen bezahlen für …

  • Demontage des alten Spoilers und der provisorischen zusätzlichen GFK-Hülle sowie Beseitigung von Rückständen aus dem Dach,
  • Aufbringung eines neuen Dichtbandes,
  • Nachproduktion des 2,3 m breiten Spoilerrohlings aus GFK durch Zulieferbetrieb (bereits im Vorfeld erfolgt),
  • Anpassung und Bearbeitung des GFK-Rohlings am Fahrzeug,
  • Lackierung des fertig vorbereiteten Spoilerrohlings durch Fachbetrieb,
  • Vorbereitung des Dachuntergrundes durch Reinigung, Entfettung usw.,
  • Abdichtung evtl. Undichtigkeiten am Ringanker, vor allem in den Ecken,
  • Montage und Verfugung des Spoilers inkl. dritter Bremsleuchte.

Zwei Monteure von N+B waren eineinhalb Tage mit den Arbeiten befasst! Das ergab zwar keinen Schnäppchenpreis, aber ein ordentliches Ergebnis. Außerdem gab es keine Alternative zu dieser aufwändigen Verfahrensweise. Die entstandenen Undichtigkeiten in den oberen Ecken der Heckwand (unter dem Spoiler) mussten unbedingt behoben werden, wollte man keinen Schimmelbefall riskieren.

Am Freitag ließ ich mir noch kurz etwas erklären vom Werkstattchef, trank in der Lounge meinen Frühstückskaffee und bezahlte die Rechnung mit Karte. Dann nahm ich noch die V/E-Station von N+B in Anspruch. Da sah ich, dass auf dem allgemeinen Stellplatz gerade der attraktivste Randplatz am westlichen Eck des Platzes frei geworden war. Ich beschloss spontan, ihn zu belegen und hier den Termin in Dierdorf abzuwarten. Denn am Wochenende, wie ursprünglich geplant, einen akzeptablen Platz am Rhein zu finden, war recht unwahrscheinlich. Also bleibe ich bis Montagvormittag hier in Polch. Um 12.00 Uhr soll ich bei Zentrale Autoglas sein.

Der Wohnmobilstellplatz bei Niesmann+Bischoff in Polch ist gar nicht so übel. Man steht an einer großen Wiese mit weitem Blick übers Land. Der Mobilist findet alles vor, was er braucht: Stromsäulen, die dank stromautarker WoMos allerdings immer weniger in Anspruch genommen werden, V/E-Station in angemessener Distanz, um Geruchsbelästigungen zu vermeiden, Tankstelle und Einkaufsmöglichkeiten in fußläufiger Entfernung, ebenso Restaurants  sowie Wohnmobil-Betriebe und Zubehörausstellungen. Der Platz ist sauber und gepflegt sowie nachts gut beleuchtet. Müllbehälter sind vorhanden, ebenso zwei Sitznischen mit wetterfesten Metallbänken. Die Stellplatznutzung ist auch für markenfremde Mobile kostenfrei.



Beim Beifahrerschiebefenster, das am Montag bei Zentrale Autoglas in Dierdorf drankommt, gibt es einen Festpreis, der nur halb so hoch liegt wie er bei N+B liegen würde. Hoffentlich arbeitet man so perfekt, wie ich das Vor Jahren am Hauptsitz in Melle erlebt habe, als die Frontscheibe erneuert werden musste. Ich werde berichten. 

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Beschlag zwischen den Gläsern der Isolierglasdoppelscheiben des feststehenden Teils des Beifahrerschiebefensters

Ob eine evtl. Ins Auge gefasste Folierung anschließend finanziell noch drin ist? Mal sehen! Die Farbbezeichnung für Lack oder Folie habe ich mir vorsorglich geben lassen. N+B verwendet derzeit BMW-Lacke. Bei meinem WoMo wurde damals noch ein Fiat-Weiß genommen.

Gegen Abend belieferte mich das Kebap-Pizza-Haus Firat mit Pizza und Döner.

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Die Verpflegung reicht mindestens zwei bis drei Tage. Das Drehspießfleisch begeisterte mich nicht so sehr. Die Pizzen sind lecker und schmecken gewiss auch noch aufgebacken am Wochenende.

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Hier bei N+B sehe ich jetzt schon zum zweiten Mal ein schönes Abendrot (siehe auch Titelfoto). Morgen ist längster Tag und kürzeste Nacht. Da gibt es Abendrot nicht vor 22.00 Uhr.

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8 Gedanken zu “„Werkstatttour“, Tage 6 und 7: N+B Polch

  1. Servus Werner,
    3 Riesen ist schon ne Hausnummer, aber wie du bereits sagtest, und so sehe ich es auch, so ein Wohnmobil muss !! erhalten werden, und für ein neues gebrauchtes sind schnell 100 Riesen bezahlt 😦 Steht dein Flair das ganze Jahr draußen ?

    Ade
    Joe

    1. Hallo Joe ,
      irgendwas stimmt mit dem WordPress-System nicht. Ich hatte deine Fragen schon beim ersten Mal beantwortet, doch nun sind die Kommentareinträge weg.
      Ja, mein WoMo steht seit 23 Jahren ganzjährig bei jeder Witterung im Freien in unserer Einfahrt. Glücklicherweise hat mich nur einmal vor zwei Jahren ein Hagelunwetter erwischt (linke Seite, Heck und Dach).
      Was meine bessere Hälfte betrifft, verreist sie leider recht ungern und bevorzugt den heimischen Garten. Werkstattfahrten mag sie schon gar nicht, auch wenn ein paar Tage Urlaub damit verbunden sind. Also toure ich halt öfter mal alleine los.
      Vielleicht klappt im Herbst wieder mal eine gemeinsame Reise, falls uns Corona nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Zuletzt waren wir über Weihnachten und Neujahr im Gebirge unterwegs (Oberammergau).
      Gruß
      Werner

  2. Hallo
    Sieht richtig gut aus. Der meinige Flair liffe 59S, steht seit Montag bei der Firma Rieppert, Dachsanierung, Bitumenband erneueren, Ringanker sowie Dachluken neu abdichten. Habe noch am Montag nach Ihnen ausschau gehalten, da waren Sie wohl mit ihrem Fahrzeug in der Halle. Fahrzeuge mit solch einer Qualität soll man pflegen!! Noch viel Freude an ihrem Mobil.

    1. Ja, am Montag war mein 6.3S ganztägig in der Halle und dann wieder am Donnerstag.
      Das Bitumenband, bzw. das aktuelle, weiterentwickelte Nachfolgeband, wurde jetzt unter dem Spoiler erneuert und vor vier Jahren bereits vorn im Zuge der unfallbedingten Erneuerung der Frontmaske. Sie haben Recht: Das Fahrzeug ist es wert, erhalten zu werden. Darum investiere ich jedes Jahr ein wenig in Instandhaltung und Optimierung statt weit über 100.000 € in ein neues Mobil zu stecken.
      Auch Ihnen weiterhin viel Spaß mit dem FlairLIFE 5.9S!

      Warum lassen Sie eigentlich bei Riepert arbeiten, wenn N+B gegenüber liegt?

      Beste Grüße
      Werner H. Hayn

      1. Da die Firma Riepert einen sehr guten Ruf in der Clou Zene hat, und Sie mir meine Duschsäule zu meiner vollsten Zufriedenheit erstzt haben. Sie mir ein gutes Angebot gemacht haben, und ich mir die Arbeit was jetzt an meinem Wohnmobil gemacht wird, an einem anderem Flair anschauen konnte, da Sie (bei meinem Termin von der Duschsäule) dabei waren und das Band zu erstzen. Bei der Anfrage für die Polsterung zu erneuern, hat Herr Riepert mir die Adresse von der Firma Die Maßschneider gegeben, die diese Arbeit zu meiner (unserer) vollsten Zufriedenheit ausgeführt haben.Ich bin wenn alles stimmt ein treuer Kunde, wo die Firma N. B.auf Nachfragen mir immer freundlich und hilfsbereit geantwortet haben.

      2. Da ich den verstorbenen Herrn Riepert aus seiner Zeit bei N+B persönlich kannte, fragte ich vor Jahren mal persönlich gegenüber nach, als ich gerade bei N+B zu tun hatte.
        Bei Riepert wurde ich von einer arroganten Dame unfreundlich und von oben herab behandelt. Ein versprochenes schriftliches Angebot erreichte mich nie. Gleiches bestätigte mir ein WoMo-Freund, der einen Clou besaß. Also strich ich Riepert schon deswegen von der Liste möglicher Geschäftspartner.
        Hinzu kommt der Umstand, dass ich 500 km von Polch entfernt wohne und ungern wegen einer kleineren Instandsetzung oder Wartung 2000 km fahren möchte, weil das Fshrzeug tagelang in der Werkstatt stehenbleiben müsse. Ich komme mit insgesamt 1000 km aus, weil ich auf die Fertigstellung warte. Bei N+B ermöglicht man es mir, im WoMo zu nächtigen. Das spart mir 1000 km Fahrtstrecke und gewiss ebenso viele Euro. Nach Polch fahre ich sowieso nur bei besonderen Maßnahmen an der Karosserie.
        Aber vermutlich wohnen Sie in der Nähe.

    1. Hallo Joe,
      für deinen Arto dürfte es noch Ersatzteile geben. Dann wird‘s günstiger. Bei mir musste nachproduziert werden. Der Zulieferer weiß, was er verlangen kann, denn sein Produkt ist alternativlos. Drei „Riesen“ muss man da schon rechnen, aber ich hatte keine Wahl, sonst hätte ich früher oder später mit Schimmel rechnen müssen.
      Gruß
      Werner

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