Corona: Erstmals nach vier Monaten wieder im Gasthaus gespeist

Am Montag haben bekanntlich viele Gaststätten Ruhetag. Der Berggasthof auf dem Fahrenberg gehört zu den Ausnahmen. Deshalb sind wir gestern nach meinem Zahnarztbesuch dorthin gefahren, um erstmals zu erleben, wie sich ein Restaurantbesuch unter Coronabedingungen anfühlt.

Während der vergangenen vier Monate ist mir u. a. ein weiterer Zahn im Oberkiefer abgebrochen. Der verbliebene Stumpf muß vom Kieferchirurgen entfernt werden. Mein Zahnarzt hat dazu am Montag eine digitale Röntgenaufnahme gefertigt und an den Chirurgen übermittelt. Dort habe ich anschließend als OP-Termin den 18. Juli vereinbart.

Etwas ungewohnt in beiden Praxen sind für mich die inzwischen allgemein üblichen, umfangreichen zusätzlichen Hygienemaßnahmen wegen des Covid-19-Erregers. Es ist beruhigend, dass der Infektionsschutz so ernst genommen wird. Den ursprünglichen Behandlungstermin im April hatte ich ja verschoben, weil mir die Lage zu unsicher erschien. Da habe ich jetzt ein wesentlich besseres Gefühl.

Wenn sich Jeder verantwortungsbewusst an die Hygieneregeln hält, dann dürfte auch ein Gaststättenbesuch kein unvertretbares Risiko mehr darstellen. Das denken wir und beschließen, zum Mittagstisch mal wieder auf den Fahrenberg zu cruisen.

Vor Corona war oben um die Wallfahrtskirche und das Gasthaus herum meist alles vollgeparkt. Die Gasträume waren in der Regel gut besucht. Heute ist das ganz anders: Nur ein einziges Auto steht vor der Tür: Touristen, die im Gasthof wohnen und Urlaub in Deutschland machen.

Auch das Gastzimmer ist so gut wie leer. Die Touristen und wir sitzen an weit voneinander entfernten Tischen. Jeder muss sich mit Name und Telefonnummer registrieren.

Man erkennt ein Sicherheitskonzept, das aber von jenen, die die Stühle platzieren, nicht ganz verstanden worden zu sein scheint, denn die „gesperrten“ Stühle stehen an unsinnigen Stellen, sodass am Ende der Sicherheitsabstand doch nicht gewahrt wird.

Das Essen schmeckt gut wie vor Corona. Ute wählt ein kleines Schnitzel Wiener Art, ich geröstete Leber mit Backzwiebeln.


Das erste Wirtshauserlebnis seit langem ist keine Enttäuschung und auch keine unzumutbare Prozedur geworden.

Demnächst werden wir mal Erkan auf dem Lipperthof besuchen und schauen, wie das türkische Sicherheitskonzept ausfällt.😉

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