Saugwischroboter Proscenic M7 Pro jetzt komplett: Absaugstation nachgeliefert

Ein Vierteljahr hat‘s gedauert, bis Amazon, bzw. Proscenic vorige Woche endlich die Absaugstation (Staubsammler) für den im April erworbenen Saugwischroboter nachliefern konnte (s. Beitrag). Das Teil war vorübergehend ausverkauft gewesen. Ich musste es neu bestellen. Die Pandemie dürfte ihren Teil zu der Lieferverzögerung des in Taiwan hergestellten Produkts beigetragen haben.

Das Staubabsauggerät (Staubsammler) war ebenso gut und nur in Pappe fast ohne Plastik verpackt wie zuvor schon der Roboter M7 Pro selbst. Ein ausführliches Handbuch in mehreren Sprachen, darunter auch gutes Deutsch(!) war ebenfalls beigelegt, außerdem Ersatzstaubtüten für die hygienische Entsorgung des gesammelten Schmutzes.

Hier z. B. eine der bebilderten Seiten aus dem Handbuch, das Handhabung und Materialpflege in sechs Sprachen ausführlich beschreibt:

Das Ganze war schnell in Betrieb genommen:

  • „Staubauffanggerät“ an Stelle der „einfachen“ Ladestation aufstellen,
  • Netzstecker in die Steckdose stöpseln,
  • kontrollieren, ob Staubtüte im Behälter richtig sitzt,
  • FERTIG!

Beim Betätigen des „Aufladen“-Tasters auf dem Roboter oder in der ProscenicHome-App fährt der Roboter nun in die Absaugstation und wird dort ebenso aufgeladen wie zuvor in der reinen Ladestation, die fortan zusätzlich (z. B. für eine andere Etage) zur Verfügung steht.

Die „normale“ Ladestation

Die Staubabsaugung aus dem Staubbehälter des Saugroboters erfolgt entweder auf Klick-Kommando in der App oder vollautomatisch jedes Mal, wenn der M7 die Station aufsucht. Mittels eines starken Sauggebläses in der Station wird dann der Inhalt des Staubbehälters im Roboter in die Staubtüte der Absaugstation befördert, von wo sie alle 6 bis 8 Wochen hygienisch in den Hausmüll entsorgt werden kann.

So lange kommt man mit dem eingesaugten Staub und Schmutz im Roboter nicht in Berührung. Anlässlich der Sammlertütenentsorgung empfiehlt es sich dann auch gleich, eine Reinigung des Gesamtsystems mit Filterwechsel vorzunehmen. Diese normalerweise nach fast jedem Saugdurchgang erforderliche Wartung ist bei Einsatz der Sammelstation nur noch ein- bis zweimonatlich nötig.

Wenn der M7 zum Aufladen in die Station fährt, tut er das vorwärts. Wird der Entleerungsbefehl gegeben, dockt er rückwärts an, denn hinten befindet sich die Absaugöffnung. Das Absaugen selbst dauert nur ein paar Sekunden. Gut so, denn der starke Saugmotor der Station macht gehörig Lärm! Danach dreht der Roboter wieder um und fährt vorwärts in Aufladeposition.

Bei uns stört weder die aufgestellte etwas größere Lade-Absaugstation noch deren kurzzeitiges Absauggeräusch, weil sie unauffällig in einer Ecke meines Büros versteckt ist. Das ist entgegen dem Rat des User Manuals möglich, weil der M7 sich dank seiner hervorragenden Lasernavigation bestens in allen Räumen orientieren kann und somit auch zur Ladestation zurückfindet, wenn sie sich nicht in Sichtweite befindet.

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Die Lade- und Staubsammelstation mit innenliegender Staubsammeltüte zum hygienischen Entleeren

Hier eine vom Lasersystem automatisch in der App erstellte Grundrisskarte mit ebenso vollautomatischer farblicher Partitionierung in einzelne Räume. Die Lade-Absaugstation befindet sich im Raum ganz oben (roter Pfeil). Die Karte der Wohnung wurde nach einem Saugdurchgang erstellt. Fährt der Roboter die Räume mehrmals ab, wird die Karte nach und nach immer detaillierter.

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Interessant und komfortabel: Wenn man während der Reinigungsfahrt des M7 in der App auf „Ein-Klick-Staubsammlung“ klickt, kehrt der Roboter kurzzeitig zur Station zurück, entleert den Staubbehälter und macht dann dort mit dem Reinigungsprozess weiter, wo er ihn zuvor unterbrochen hat.

Fazit zum Proscenic M7 Pro

Die Erfahrungen der vergangenen Monate (noch ohne Absaugststion) lassen mich folgendes Fazit bezüglich des Proscenic M7 ziehen:

Bezüglich der Saugleistung ist das Gerät guter Durchschnitt. Es sticht vor allem auf Teppichen nur dann positiv aus der Masse der Saugroboter hervor, wenn man den stärksten der drei Saugmodi wählt und evtl. den Intensivreinigungsmodus (jede Stelle zweimal saugen) aktiviert. Auf Glattböden saugt der M7 auch auf den Stufen 1 und 2 prima und dazu sehr leise.

Das automatische Hochfahren der Saugleistung auf Teppichen funktioniert dagegen nicht zuverlässig. Was der Proscenic aber wiederum hervorragend beherrscht, ist das „Klettern“. Ob dicke Teppiche oder hohe Türschwellen, für den M7 alles kein Problem, auch nicht bei mehr als 20 mm!

Der Roboter hat sich noch nie irgendwo festgefahren. Er befreit sich schlimmstenfalls immer selbst. Nicht einmal herumliegende Kabel hindern ihn an der Reinigungsarbeit. Gestern blieb er erstmals überhaupt mit Störungsansage ohne erkennbares Hindernis einfach stehen und schaltete sich aus. Festgestellte Ursache nach einigem Suchen: Eine lange, offenbar vom Tisch auf den Teppich heruntergefallene Schraube blockierte die Kehrwalze. Da kann der Robbi nichts dafür.

Man muss also nicht groß Vorkehrungen treffen und aufräumen sowie womöglich Sitzmöbel umstellen, bevor man den M7 arbeiten lässt. Der Proscenic ist prädestiniert für unbeaufsichtigtes Reinigen der Wohnung während der eigenen Abwesenheit. Und nur das rechtfertigt eigentlich den Einsatz eines teuren Haushaltsroboters. Was profitiere ich denn an Zeit, wenn ich dem Roboter zuschauen muss, damit nichts passiert?

Übrigens beschädigt der Proscenic keine Möbel oder Sonstiges im Haus. Mit Hilfe seiner ausgezeichneten Navigation hält er immer den nötigen Abstand und knallt nirgends dagegen. Reinigt er einen Raum, fährt er zunächst rund herum fast berührungsfrei an den Rändern entlang und saugt dann innerhalb dieser Begrenzung in parallelen Bahnen weiter. Erforderlichenfalls teilt er sich eine größere Wohnung in mehrere Bereiche ein, die er dann nacheinander abarbeitet.

Bei uns macht der Robbi somit selbstständig im Automatikmodus die Wohnungsböden sauber. Auch während unserer Abwesenheit! Notfalls könnte er zwischendurch nachladen, aber das war wohl bei der reichlichen Akkukapazität noch nie nötig. Nach getaner Arbeit zeigt er immer noch über 60% Restkapazität an. Angesichts der neuen automatischen Absaugstation könnte man ihn zwischendurch auch mal per Klick seinen Staubbehälter leeren und dann weitermachen lassen.

Insgesamt stellt der Proscenic M7 Pro für mich ein überraschend komplettes, funktionstüchtiges Saug-Wisch-System dar, wobei wir die Wischfunktion nicht nutzen. Das automatische Staubsammelsystem in der Station ist ein interessantes Komfortmerkmal, das bei anderen Herstellern das Zwei- bis Dreifache kostet. Es funktioniert sowohl automatisch als auch auf Klick-Befehl sehr gut und hygienisch.

Wichtig sind für uns vor allem jene Merkmale, die den zuverlässigen, zeitsparenden Einsatz des Roboters auch während unserer Abwesenheit sicherstellen. Das ist der Fall. Da kann unser Tesvor V300 systembedingt nicht mithalten.

Das Video beginnt während des Absaugvorganges. Anschließend dreht der Roboter um zum Aufladen.

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