Roadtrip Deutsche Küsten, Tage 9 und 10/28: Von Kühlungsborn zum Reisemobilstellplatz Heiligenhafen

Als nächstes Stellplatzziel haben wir Heiligenhafen ausgesucht. Leider regnet es zeitweise in Strömen. Zunächst versuche ich, über Landstraßen zu fahren, doch die sind so holprig, dass ich wie Jochen Richtung Autobahn steuere. Er ist schon vorausgefahren.

Ausgerechnet jetzt streikt der linke Scheibenwischer, sodass ich auf einem Parkplatz anhalten muss, weil ich nur mit Mühe durch die Frontscheibe blicken kann.

Der Scheibenwischerarm lockert sich seit einiger Zeit immer wieder mal auf der Antriebswelle und bleibt dann hängen. Glücklicherweise fällt er nicht ab, sodass er wieder festgeschraubt werden kann.

Ich muss auf dem Parkplatz etwas warten, bis der Regen nachgelassen hat und ich aussteigen kann, ohne gleich total durchnässt zu werden, und mache mir einstweilen mit dem Tchibo-Kapselautomaten einen leckeren Kaffee. Gefrühstückt habe ich ohnehin noch nicht.

Nach der „Reparatur“ sitzt der Scheibenwischerarm wieder fest auf der Achse. Seine Arbeit ist aber auch dringend nötig, denn es regnet schon wieder wie aus Kübeln. Gut, dass unsere Flairs nach mehr als zwei Jahrzehnten noch dichthalten.

Auch als ich in Heiligenhafen eintreffe, gießt es noch immer unaufhörlich. Obwohl er einige Zeit vor mir gestartet war und die BAB benutzen wollte, ist Jochen noch nicht in der Nähe, wie er telefonisch mitteilt. Es soll noch ein gutes halbes Stündchen dauern.

Der Reisemobilstellplatz Heiligenhafen ist zweigeteilt: Der sehr gepflegte, begrünte und gefällig angelegte Hauptplatz ist deutlich größer und liegt etwas entfernt vom Meer. Direkt am Wasser liegt ein kleinerer Platzteil auf Asphalt. Diesen Parkplatz suche ich zunächst auf.

Später, als Jochen eintrifft, wechseln wir auf den großzügigeren Hauptplatz, wo sich auch der Rezeptionsautomat befindet. Mehr darüber erfährt man unter folgendem Link: Reisemobilstellplatz Heiligenhafen.

Hier bleibe ich zwei Tage, bevor ich weiterfahre Richtung Kiel. Dabei macht sich der Fehler bei meiner Stromversorgung erneut bemerkbar, der durch das schlechte Wetter verstärkt wird: Die Bordbatterie wird offensichtlich nicht durch Lichtmaschine und Ladebooster nachgeladen, sondern nur durch die Solaranlage. Und die bringt bei Schnürlregen nicht genügend Ladestrom. Auf die Schnelle kann ich den Fehler nicht finden. Die Sicherungen scheinen in Ordnung zu sein.

Da ich zwei Kompressorkühlgeräte (Kühlschrank und Gefrierbox) mit einem Anschlusswert von jeweils ca. 45 W betreibe, verringert sich die Batteriekapazität ohne Nachschub natürlich kontinuierlich. Bei sonnigem Wetter, bzw. hellem Tageslicht, bemerkt man das Ladedefizit gar nicht, weil die Solarmodule genügend ausgleichenden Strom liefern. Die vergangenen trüben Tage jedoch haben dazu geführt, dass der Ladezustand meines LiFeYPO4-Bordakkus dramatisch gesunken ist.

Die Lichtmaschine lädt derzeit nur die Starterbatterie. So bleibt mir nun nichts anderes übrig, als mal für 24 Stunden Landstrom anzustecken. Dann dürfte auch der ab und zu nötige Zellenausgleich stattgefunden haben.

Die Gefriertruhe schalte ich vorsorglich aus und nutze sie als Staubehälter. Dadurch wird der Stromverbrauch spürbar verringert. Wenn ich heimkomme, muss ich das Lichtmaschine-Booster-Ladesystem überprüfen lassen.

Jochen besucht währenddessen am zweiten Tag Bekannte in Flensburg. In Kiel oder am Nord-Ostsee-Kanal wollen wir uns danach wieder treffen.

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