Unterboden prüfen und Räder umstecken

Noch immer herrscht bei uns herrliches, spätsommerliches Wetter mit Temperaturen um 20°C. Dennoch nutzte ich heute die Gelegenheit eines Werkstattbesuches wegen der Prüfung des Unterbodens meines Volvo C70 (nach dem Überfahren eines großen, scharfkantigen Blechformteils vergangene Woche) heute auch gleich dazu, die Sommerräder gegen Winterräder umstecken zu lassen.  

Eigentlich bin ich ja ein überzeugter Fan von Ganzjahresreifen, doch für den Volvo besitze ich halt noch zwei Reifensätze (Sommer und Winterreifen) auf Leichtmetallfelgen. Sobald die Reifen erneuert werden müssen, werde ich auch hier auf Allwetter-Pneus umsteigen und einen Satz Felgen verkaufen.

Die Favorisierung von Ganzjahresreifen resultiert bei mir aus den jahrelangen positiven Erfahrungen mit dieser Reifenart beim Polo und beim Wohnmobil entgegen vieler Vorurteile, die man so hört und liest. Interessant ist dabei, dass Kritiker in der Regel noch nie Gamzjahresreifen gefahren haben. Und wenn, dann exotische Billigreifen!

Zugegeben: Allwetter-Markenreifen sind deutlich teurer als spezialisierte Saison-Reifen, aber sie sparen auch eine Menge Mühe, Zeit und Geld für das sonst zweimal jährlich erforderliche Reifenwechseln sowie evtl. das Einlagern des jeweils gerade nicht benötigten Reifensatzes. Ganzjahresreifen dagegen kosten nur zu Beginn, bzw. am Ende ihrer Lebensdauer etwas. Unterm Strich fahre ich damit sogar deutlich kostengünstiger.

Besonders bei Wohnmobilen, die seltener bewegt werden, sind diese Allroundreifen wirklich ein Tipp, sonst ist man fast mehr am Reifenwechseln als auf Reisen. Auch kann die so ausgerüsteten Wohnmobilisten kein plötzlicher Wintereinbruch schrecken. Wir fahren seit über 38 Jahren im Winter mit dem WoMo auf Allwetterreifen auch in den Alpen herum und sind erst ein einziges Mal stecken geblieben. Pkws mit Winterreifen erging es da aber nicht besser. Deshalb halte ich Ganzjahresreifen (mit Schneeflockensymbol) gerade bei WoMos mindestens für einen hervorragenden Kompromiss. Wir verwenden Reifen von Continental (WoMo) und Goodyear (Polo).

Wikipedia schreibt über Ganzjahresreifen:

Ganzjahresreifen (auch Allwetterreifen) können sowohl im Sommer als auch im Winter eingesetzt werden. Sie stellen einen Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen dar. Sie werden vor allem in Ländern gefahren, in denen geringe Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten bestehen (zum Beispiel Großbritannien und einige Regionen in Deutschland), während sie zum Beispiel in den Alpenländernkaum verbreitet sind. Das Profil von Allwetterreifen kombiniert die zwei unterschiedlichen Rillen-Anordnungen der Sommer- und Winterreifen, so dass die für höhere Temperaturen und bei Nässe benötigten Längsrillen ebenso zu finden sind wie die Profilblock-Verzahnungen, die bei Schneeglätte und Eis für Halt sorgen.[13]
Der Aufwand für den zweimaligen jährlichen Reifenwechsel und die Investition in einen zweiten Radsatz entfallen. Ganzjahresreifen werden oft bei geringen Fahrleistungen verwendet.
Die Eigenschaften von Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss: Auf Schnee kommen sie nicht an die Eigenschaften von guten Winterreifen heran; im Sommer haben sie – wegen ihrer systembedingt weicheren Gummimischung – einen höheren Abrieb bzw. Reifenverschleiß und etwas erhöhten Kraftstoffverbrauch.[14] Einige Ganzjahresreifen-Typen am Markt tragen das Schneeflockensymbol für hinreichende Wintertraktion.
In Österreich besteht seit Winter 2006/07 eine generelle Winterreifenpflicht auf der Antriebsachse für Lkw über 3,5 t und für Omnibusse.
In Deutschland besteht seit dem 4. Dezember 2010 eine situative Winterreifenpflicht; sie löste eine seit 2006 bestehende, oft als schwammig kritisierte Regelung ab.
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Der verursachende Lkw einer Tirschenreuther Schrottfirma

Blechschaden?

Wie ich berichtet hatte, fuhr ich am letzten Donnerstag auf dem Weg nach Marienbad über ein Blechteil, das direkt vor mir von einem Schrott-Lkw gefallen war. Ich nahm es zwischen die Räder, damit es möglichst die Reifen nicht zerschneiden konnte — und hatte Glück, wie sich heute herausstellte: Es fand sich nur eine geringfügige Beschädigung des Unterbodenschutzes, die gleich kostenlos behoben werden konnte.

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Triangelförmige Beschädigung des Unterbodenschutzes, die leicht behoben werden konnte

Also muss ich keine Schadenersatzansprüche an den Verursacher richten. Trotzdem etwas dabei herausschlagen zu wollen, ist nicht meine Art. Ich bin vielmehr froh, dass es für alle Beteiligten so glimpflich abgegangen ist.

Unterboden okay! Winterreifen montiert! Der Winter mit Eis und Schnee kann kommen. ❄️☃️❄️

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