Schlaue Armbanduhr

Mancheiner hat sich vielleicht über meine relativ lange Schreibpause gewundert, doch das hatte gar keinen besonderen Grund. Es war einfach nichts Erwähnenswertes los, außer, dass mir dieser Tage meine Armbanduhr auf den Steinboden gefallen ist und nun eine neue meine Uhrensammlung bereichern soll. Darüber will ich heute berichten, denn es soll erstmals eine SmartWatch werden. 

Was ist eine „SmartWatch“?

Wikipedia schreibt dazu u. a.: Eine Smartwatch (englisch für „schlaue Uhr“) ist eine elektronische Armbanduhr („Wearable“), die über zusätzliche Sensoren, Aktuatoren (z. B. Vibrationsmotor) sowie Computerfunktionalitäten und -konnektivitäten verfügt. Aktuelle Smartwatches können neben der Uhrzeit weitere Informationen darstellen und lassen sich meist über zusätzliche Programme („Apps“) vom Anwender individuell mit neuen Funktionen aufrüsten.

Allgemeines

SmartWatches verfügen über die Baugröße von Armbanduhren, können jedoch weitere Informationen zum Beispiel über das Display darstellen, den Nutzer zum Beispiel durch einen Vibrationsalarm informieren, sowie die aktuelle Situation über ldie Sensorik erfassen. Dadurch kann der Verbraucher beobachtet und situationsspezifisch unterstützt werden. Die Uhr kann durch Interaktionen Befehle ausführen, um andere Geräte zu steuern. Üblicherweise können sich SmartWatches drahtlos über Bluetooth mit einem Smartphone mittels einer geeigneten Mobile App verbinden und Daten bidirektional austauschen, da nur so die volle Funktionalität heutiger Geräte ausgeschöpft werden kann. SmartWatches sind in der Regel mit wiederaufladbaren Batterien versehen, die regelmäßig aufgeladen werden müssen.

SmartWatches verwenden meist proprietäre Betriebssysteme (z. B WatchOS von Apple oder Android Wear von Google).

Die Betriebsdauer einer Smartwatch ohne Wiederaufladung ist stark durch die Art der Anzeige, die Elektronikkomplexität und die Konnektivität beeinflusst. Herstellerangaben geben Laufzeiten von einem Tag (Apple Watch) bis zu einigen Tagen, in Sonderfällen mit eingeschränktem Funktionsumfang sogar bis zu zwei Jahren, an.

Bei einem Test der Stiftung Warentest (Oktober 2015) wurde keines der zwölf geprüften Geräte im Preisbereich bis zu 700 Euro gut beurteilt. Kritisch bewertet wurden neben dem Datensendungsverhalten auch die umständliche Handhabung und die kurzen Akkulaufzeiten. Ich bin auf das 2018er Modell gespannt.

Anwendungsgebiete

SmartWatches sind typische Produkte für Privatanwender, aber auch im industriellen Umfeld anwendbar. Durch die Sensorik ist das Erkennen von Anomalien möglich, was beispielsweise die Anwendung für ältere Menschen (Sturzerkennung, Assistenz, Epilepsie), bei gefährdeten Arbeitsplätzen oder medizinische Anwendungen erlaubt. Klassische Anwendungen sind auch Uhrzeitangaben durch Vorlesen der Uhrzeit, Erinnerungsfunktionen, Zeiterfassung, Benachrichtigungen oder die Aktivitätserkennung. Weitere Anwendungen sind die erleichterte Zeit- und Alarmeinstellung der Uhr vom entsprechenden Smartphone aus, ein Signal zum Auffinden eines verlegten Handys oder die Freigabe einer Sammlung von heiklen Daten (Passwörter, usw).

Welche passt zu mir?

Inzwischen ist die Auswahl an SmartWatches im Handel sehr groß und damit schwer überschaubar geworden. Als iPhone- und iPad-Nutzer dachte ich natürlich gleich an die AppleWatch, doch nach meinem Geschmack spricht Einiges gegen das teure Teil: vor allem Form und Preis. Ich mag derzeit keine rechteckigen Zifferblätter und will zum Einstieg nicht gleich 500 € auf den Tisch legen, und das angesichts einer absehbar rasanten Weiterentwicklung smarter Technologien.

Also überlegte ich zunächst, welche Kriterien für mich wichtig wären. Wie bei der Wahl der passenden LiFeYPO4-Batterie für‘s WoMo, erstellte ich eine Art Pflichtenheft. Möglichst viele der darin genannten Eigenschaften sollte meine neue SmartWatch besitzen, und bezahlbar sollte sie natürlich auch sein. Etwa 100 Euro war ich bereit, für den Einstieg in die Welt vernetzter Armbanduhren auszugeben. Es gibt allerdings auch schon welche für 40 €.

Damit schieden von vornherein die hochpreisigen Produkte von Apple, Samsung und Co. aus. Trotzdem sollte meine Wunschuhr nach Möglichkeit folgende Anforderungen erfüllen:

  • Optik wie herkömmliche Herrenarmbanduhr
  • rundes, möglichst flaches Design
  • kompatibel zu iPhone und iPad (Synchronisierung)
  • verschiedene Zifferblätter wählbar
  • gefälliges Metallgehäuse
  • Leder- oder Metallarmband
  • Akku-Betriebsdauer mindestens einen Tag (vom Trennen vom Ladekabel bis zum Wiederanstecken)
  • deutsche Bedienerführung bei Uhr und App
  • Handbuch in Deutsch

Die meisten Smartwatches haben noch viele Features, wie weiter oben beschrieben, mir aber ging es in erster Linie um eine genaue Uhr in schickem Gehäuse, die sich mit meinen vorhandenen Geräten per Bluetooth und App verbinden lässt.

Schnell merkte ich, dass die Mehrzahl der SmartWatches auf das Android-Betriebssystem geeicht sind und mit Apples iOS oft nur eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten per Bluetooth gegeben sind. Es galt also, für rund 100 € eine SmartWatch mit zum iPhone kompatibler App zu finden, die dennoch oben gelistete Kriterien erfüllt. Jetzt wurde die Auswahl schon deutlich kleiner.

Beim Googeln stieß ich auf die Marke XLYNE, die auch der oberpfälzische Elektronikversandhändler CONRAD im Programm hat. Die recht positiven Bewertungen der SmartWatches machten mich neugierig. Dabei stellte ich fest, dass die Uhren dieses Herstellers zumindest auf dem Papier weitgehend meinen Vorstellungen entsprechen.

So entschied ich mich zum Einstieg in die Welt der SmartWatches für folgendes Modell von XLYNE: XETA XW PRO. Dabei handelt es sich um das aktuelle Spitzenmodell des Herstellers, das erst im Dezember 2017 in den Handel kam. Man kann damit u. a. sogar ohne SmartPhone telefonieren.

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(Flyer und Fotos: XLYNE)

Mit einem UVP von 119,99 € übersteigt der Preis etwas mein gesetztes Limit, doch für 106 € abzgl. Skonto habe ich das gute Stück schließlich bestellen können. Zwar besitzt die Uhr ein Android-Betriebssystem, doch gibt es eine passende App, um die Uhr mit dem iPhone zu koppeln, falls gewünscht. Da die SmartWatch dank eigenem SIM-Slot auch autonom, also ohne Smartphone, betrieben werden kann, ist die Koppelung per Bluetooth allerdings nicht zwingend erforderlich, um z. B. zu telefonieren. Das geht, wie andere Funktionen, auch allein mit der SmartWatch.

Leider ist die XETA XW PRO nicht so flach wie andere Uhren von XLYNE. Immerhin muss allerhand im Gehäuse untergebracht werden, wie z. B. die SIM-Karte und die 350mAh-Batterie, sonst wäre die Betriebsdauer noch kürzer. Man kann eben nicht alles haben. Sollte das Modell wider Erwarten gar nicht meinen Vorstellungen entsprechen, kann ich es 30 Tage lang zurückgeben. Die zweijährige Herstellergarantie kann bei Conrad auf drei Jahre verlängert werden.

Ich lasse mich nächste Woche mal überraschen. Am Montag oder Dienstag dürfte die Lieferung eintreffen. Sobald ich die SmartWatch etwas näher kennengelernt habe, werde ich hier berichten. Diese Funktionen und Features erwarten mich zur Erprobung:

Telefonie
SMS
Google Playstore
Google Maps Navigation
Wetter-App und Wetter-Widget
Schrittzähler
Distanzrechner
Kalorienverbrauchsrechner
Herzfrequenzmesser
Kamera-Fernsteuerung
Musik-Player
Musik-Fernsteuerung
Internet-Browser
Soundrekorder
Kalender
Wecker
Stoppuhr
Sprachsteuerung
Benachrichtigungs-Synchronisation:
WhatsApp

u. a.

 

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