Rückreise durch Taunus, Spessart, Main-Tauber-Kreis und Fränkische Schweiz

Montag war als mein Rückreisetag geplant, weil meine Medikamentenration zur Neige ging. Nachdem ich noch eine eiserne Reserve hatte, erlaubte ich mir eine Zwischenübernachtung am Wertheim Village und kam erst am Dienstag gegen 15.00 Uhr in Neustadt an.

Wie geplant, gingen Jochen und ich am Sonntagabend zum Essen ins Restaurant Gärtner, das gleich gegenüber dem Campingplatz Loreleyblick liegt. Es war nicht allein der Restaurant-Gutschein, den man bei Camping-Anmeldung erhält, sondern vor allem die gute Küche gepaart mit herrlicher Aussicht auf Rhein und Loreleyfelsen, was uns dorthin lockte. Ich hatte die Speisenqualität vor knapp einem Jahr bereits mit Ute erprobt.

 

Unsere Erwartungen wurden erfüllt: Jochen nahm Rahmschnitzel mit Pfifferlingen, ich griff wieder zum Filetsteak. Als Dessert gab es einen Erdbeerbecher. Alles mündete ausgezeichnet.

 

Am Montagvormittag startete Jochen bereits eine Stunde vor mir Richtung Herborn. Ich entleerte noch die WC-Kassette und entsorgte den Müll der letzten Tage. Nach dem Bezahlen ging es dann gegen 11.15 Uhr auch bei mir los. Ich wollte grobe Richtung Osten einschlagen und musste dazu den Rhein überqueren. Um nicht flussabwärts bis Koblenz oder flussaufwärts bis Bingen zur nächsten Brücke fahren zu müssen, steuerte ich die „Loreley-Fähre“ in Sankt Goar an. Sie hatte eben angelegt, und ich konnte sofort auf das Schiff fahren. Stattliche 7 € wurden fällig.

 

Da die B417 teilweise gesperrt war, musste ich kurvenreiche Sträßchen durch den Taunus bewältigen. Wunderschön, aber zeitraubend! Deshalb beschloss ich, zunächst doch nur die Hälfte der Strecke zu absolvieren und wählte nach beschaulicher Fahrt durch den Spessart und über Wertheim die Erwin Hymer World (Expo Camp) am Outlet-Center Wertheim-Village als Zwischenziel.

Der Andrang war sowohl im Einkaufsdorf als auch auf dem kostenlosen Stellplatz gewaltig. Schön ist es da ja nicht, weil man sehr eng steht. Manchmal gerade eben so, dass die Tür aufgeht! Außerdem sind viele Stellflächen so schräg angelegt, dass Keile oft nicht zum Nivellieren ausreichen. Auch ich konnte mit Hilfe der Luftfedern nur eine akzeptable Neigung herstellen, nicht aber die Waagerechte. Die Nähe der Autobahn A3 lockt natürlich viele Durchreisende auf den Platz. Ich hätte im einige Kilometer entfernten Wertheim bleiben sollen. Der idyllische Stellplatz am Fluss hätte noch genügend Raum geboten.

Aber ich war zu faul, um nochmals zurück zu fahren und spazierte stattdessen ins Village, um mir ein Eis zu kaufen. Auch am italienischen Eisstand war der Andrang groß, dafür die Portion recht klein für’s Geld. Das war schon mal kein Outlet. Überhaupt fand ich die Preise in den Schaufenstern gar nicht so verlockend. Aber was verstehe ich schon von Klamotten?!

Weil ich keine Kneipe fand, gab es später zum Abendessen im WoMo Rinderroulade aus der Dose, zubereitet auf der elektrischen Kochplatte. Selbstverständlich brauchte ich dafür keinen Landstrom. Die verbrauchten etwa 20 Ah kamen über den Wechselrichter  aus der Lithium-Batterie. Die Lidl-Roulade schmeckte überraschend lecker, obwohl ich dazu nur Brot einbrockte. Zum Abspülen bereitete ich mir noch etwas heißes Wasser gasfrei mit dem Wasserkocher, um die ALDE nicht anwerfen zu müssen. Funktionierte prima! Weitere 7 Ah! Trotz der leichten Schräge verbrachte ich eine angenehme Nacht.

Das Hupen des Bäckers signalisierte am Dienstagmorgen, dass es 08.00 Uhr war. Zeit zum Aufstehen! Ich hatte auf der Cpuch geschlafen, weil da die Schräge nach vorne links nicht störte. Ich lag längs dazu. Im Hubbett wäre ich quer und damit ungünstiger gelegen. Es schläft sich gut auf der vor zwei Jahren neu gepolsterten Couch.

 

Für die Weiterfahrt plante ich zu Beginn ein Stück der sechsspurigen A3 bis hinter Würzburg zu nutzen und dann auf die B8 und später auf die B470 zu wechseln, die gut ausgebaut sind und fast ständig 100 km/h zulassen. So kam ich trotz einer Umleitung und einer Tankpause (1,069 € pro Liter Diesel) rasch voran und durchquerte schließlich auch noch die malerische Fränkische Schweiz.

 

Auf einem Parkplatz im Tal der Wiesent gab es stilgerecht Fränkische Bratwurst, die ich roh gekauft hatte und nun in der Pfanne briet. Natürlich elektrisch!😉

 

Schade, dass ich mich in der prächtigen Landschaft der Fränkischen Schweiz nicht länger aufhalten konnte, aber ich hatte mein Eintreffen zuhause für 15.00 Uhr angekündigt. Die B470 führte mich zügig direkt nach Weiden i. d. OPf., von wo es nur noch ein Katzensprung nach Neustadt ist.

Eine fast dreiwöchige Tour durch sechs verschiedene Bundesländer ging gut zuende. Ohne die ARV-Konferenz in Göttingen hätte sie nicht stattgefunden. Aber wenn man schon mal unterwegs ist … 😎

 

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