E-Radeln am Main: Der „Powerbutler“ bewährt sich

Auf dem Weg zu einer ARV-Präsidiumssitzung am letzten Samstag in Bad Kissingen habe ich vergangenen Donnerstag in Schweinfurt Station gemacht, um am Freitag zusammen mit FlairFreund Jochen, der ebenfalls hierher in den Wohnmobilpark Saumain gekommen ist, ein wenig am Fluss entlang zu radeln. Am Samstag ist‘s bei mir dann weitergegangen nach Bad Kissingen und danach wieder zurück an den Main, zunächst erneut auf den Stellplatz in Schweinfurt.

Auf der Anreise hatte ich bei strömendem Regen ein Malheur auf der A70 Richtung Schweinfurt. Plötzlich löste sich der linke Scheibenwischer. Glücklicherweise verließ er zwar die Scheibe, löste sich jedoch nicht von der Welle und blieb am Scheibenrand hängen.

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Erst vor kurzem hatte ich komplett neue Scheibenwischer (Wischerarme und Wischblätter) montieren lassen. Am nächsten Autobahnparkplatz stellte ich die Ursache für das Abdriften eines Wischerarmes sowie für die zuvor schon schlechte Wischleistung fest: Der Arm war nicht weit genug auf die Antriebswelle der Wischmechanik geschoben und verzahnte sich deshalb nicht dauerhaft mit der Welle. Ein paar feste Umdrehungen mithilfe eines passenden Schraubenschlüssels behoben das Problem. Solche Nachlässigkeiten bin ich eigentlich von meiner Werkstatt nicht gewöhnt.

Am Freitag kam nach der Radltour gleich wieder der Powerbutler zum Einsatz, denn der Akku meines Flyer S-Pedelecs war dringend nachzuladen. Ich hatte nämlich vor der Tour auf ein Vollladen des 21Ah Lithium-Akkus verzichtet, weil noch vier von fünf Kontroll-LEDs leuchteten. Ich lernte, dass man sich darauf nicht verlassen sollte, weil die LED-Anzeige bei diesem Ersatzakku nicht genau arbeitet. Bei vielleicht 2/3 der Strecke Schweinfurt — Haßfurt musste ich vorsorglich umkehren, denn die Unterstützung durch den Motor ließ immer mehr nach, obwohl noch drei LEDs aufleuchteten. Mit Mühe und Not und unter großer Kraftanstrengung schaffte ich es zurück zum Stellplatz und zum Powerbutler, meinem bewährten 12V-Lader.

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Da ich im Sommerhalbjahr in der Regel keinen Landstrom andocke, ist diese wirtschaftliche Lösung, direkt vom 12V-Bordnetz mit dem Powerbutler den eBike-Akku laden zu können, für mich ideal. Mein Powerbutler ist als 26V-Variante ein Vorserienmodell. Ein zweiter 36V-Powerbutler lädt den Akku des 36V-Impulse Antriebes von Utes Pedelec. Damit sind wir von Landstrom unabhängig und müssen die schweren und sperrigen Originalladegeräte nicht mitschleppen. Jeder meiner Powerbutler Dual könnte zwar zwei Akkus gleichzeitig laden, doch wegen der unterschiedlichen Betriebsspannungen unserer Akkus brauche ich dennoch zwei Lader. Bei zwei Akkus mit identischer Spannung wäre ein Powerbutler ausreichend.

Mit Wechselrichter und Originalladegeräten würde das Ganze natürlich auch ohne Landstrom funktionieren, jedoch bei deutlich mehr Energieverlust durch Eigenverbrauch des WR und der 230V Ladegeräte. Man bedenke: Die 12V Bordspannung muss dann zunächst auf 230V Netzspannung hochtransformiert werden, um dann auf die Ladespannung von 26V- und 36V-Akkus gewandelt zu werden. Dabei wird erheblich mehr Energie verbraucht, als bei der direkten Umwandlung von 12V Bordspannung in die benötigte Ladespannung für die Pedelec-Akkus durch den Powerbutler.

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Deshalb bin ich ein Fan des kleinen, leichten, aber leistungsfähigen 12V-Laders, wobei mir die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht des Powerbutlers noch wichtiger sind als die Stromersparnis. Die Originalladegeräte von Panasonic und Kalkhoff sind nämlich recht klobige Apparate.

Am Samstag wäre das Flyer wieder startklar gewesen, aber da musste ich nach Bad Kissingen fahren zu einer Sitzung des ARV-Präsidiums. Erst gegen 19,00 Uhr war ich wieder in Schweinfurt. Da fing es gerade an, etwas zu tröpfeln.

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Sitzung des ARV-Gesamtpräsidiums (nicht vollzählig anwesend, auch mein Stuhl als „Fotograf “ ist frei 😉)
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Parken im Hof der ARV-Dienststelle Bad Kissingen

Am Sonntag bin ich allein auf den Wohnmobilstellplatz in Mainstockheim gewechselt, nachdem Jochen es vorgezogen hatte, wegen vermeintlich schlechten Wetters bereits gestern Richtung Heimat zu fahren. Gott sei Dank hat er nicht recht behalten mit seiner Wetterprognose. Der Sonntag ist zum Sonnentag geworden. Am Abend ist kein Wölkchen mehr am Himmel gewesen. Der leichte Wind hat sie im Laufe des Tages verweht.

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Der Stellplatz am Fähranleger in Mainstockheim liegt recht hübsch außerhalb des Ortes und bietet viel Platz für mindestens 60 Mobile. Direkt am Ufer in der ersten Reihe blickt man über den Main auf Albertsshofen, wo sich ebenfalls ein deutlich kleinerer und engerer WoMo-Stellplatz befindet. Beide kosten pro Nacht 8 € all inclusive, also einschließlich Strom. Nicht nur die tagsüber ständig pendelnde Fähre belebt den Main, sondern auch Frachter, Kreuzfahrtschiffe und Freizeitkapitäne kommen vorbei. Gleich nebenan befindet sich ein kleiner Yachthafen. Man kann „chillen“ und gucken.

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Die Stellflächen am Ufer sind gekiest, weiter hinten steht man auf Gras. Der Fahrweg ist unbefestigt und bietet bei Regenwetter reichlich Pfützen und lehmige Konsistenz. Am kommenden Wochenende findet hier ein großes Weinfest statt, weshalb auf dem Festplatz neben dem WoMo-Stellplatz schon ein Zelt und Verkaufsbuden aufgestellt worden sind.

Gleich neben dem Stellplatz: …
… der Festplatz von Mainstockheim

Am Sonntag bin ich mit (voll geladenem) Akku mal nach Dettelbach geradelt. Da ist es mir fast ein wenig zu heiß geworden ohne Schatten. In Dettelbach kann man mit der Fähre übersetzen.

Der Stellplatz in Dettelbach ist wie fast immer gut besucht. Er wurde deshalb etwas erweitert. Links, nicht mehr im Bild, legt die Fähre an.

Wie schon vergangenes Jahr mit Ute, bin ich dann am anderen Ufer zurückgefahren bis Albertshofen, gegenüber von Mainstockheim. Die Fähre hat mich wieder zum WoMo-Stellplatz gebracht.

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Die nächsten Tage sollen wieder heißer werden. Bis Ende der Woche wird die 30°C-Grenze wahrscheinlich wieder überschritten werden. Ich werde am Mittwoch in die hoffentlich kühlere Oberpfalz flüchten, weil ich am Donnerstag einen Zahnarzttermin habe. Davor will ich nochmal nach Kitzingen radeln. Dank Powerbutler ist der Akku nach der Sonntagstour wieder fit.

 

 

 

 

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